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Astronomische Summen: "Star Citizen" erreicht magische Spenden-Marke

Gaming Das Geld fließt immer noch: Chris Roberts' All(es)-Simulation "Star Citizen" hat einen monetären Meilenstein erreicht, scheint aber noch Lichtjahre von der Fertigstellung entfernt.

Es ist längst zum Runnig Gag geworden: Seit nunmehr acht Jahren fragen sich Fans und Sponsoren von Chris Roberts' ambitionierter bis größenwahnsinniger All(es)-Simulation "Star Citizen", ob und wann sie final abheben wird. Oder ob das Ganze womöglich zum teuersten Crowdfunding-Fiasko der Spielehistorie werden wird. Nun hat das Projekt einen weiteren Meilenstein erreicht: Mittlerweile sind über 500 Millionen Spenden-Dollar in die Entwicklung und den Ausbau des Teams von Cloud Imperium Games geflossen.

Der Großteil des Geldes stammt aus dem Verkauf von virtuellen Schiffen, die zwischen 50 und weit über 1.000 US-Dollar Kosten können. Allein beim letzten "Ship Showdown 2022", wo die Community über ihr Lieblingsschiff abstimmen (am Rande: das Erkundungsschiff Anvil Carrack) und natürlich wieder kräftig shoppen durften, kamen über 600.000 Dollar zusammen.

Aktuell befindet sich das Spiel jedoch immer noch im Alpha-Stadium (3.17.2) mit eingeschränkten Möglichkeiten: So lässt sich allein das Sternensystem Stanton mit diversen Planeten, Monden und Raumstationen bereisen - später sollen es Dutzende Systeme sein!

Gameplay-Mechaniken wie Mining, Raumkämpfe, First-Person-Shooter-Missionen oder Strafverfolgung sind ebenso implementiert wie bestimmte Events, für die sich mehrere Piloten zusammenschließen können, um etwa mit- oder gegeneinander antreten zu können. Bislang können jedoch nur maximal 120 User auf einem Server umherfliegen, der Plan von Chris Roberts ist es allerdings, viele Tausend User auf Serverclustern spielen zu lassen. Das Team plant pro Jahr vier größere Updates - die kommende Alpha 3.18 soll unter anderem das Salvage-System, ein verbessertes Cargo-System und ein neues Schiff bringen.

Die Erfolgsstory von "Star Citizen" wird nur vom eigenen Erbauer bedroht: Die Detailverliebtheit und der Perfektionismus von Roberts lässt die Vollendung seiner All(es)-Simulation als Sisyphusarbeit erscheinen. Kritiker bemängeln schon lange die schleppenden Fortschritte des Games. Der offizielle Release - auch der mit zahlreichen Hollywood-Schauspielern prominent besetzten Single-Player-Auskopplung "Squadron 42" - steht deshalb immer noch in den Sternen.

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