Attacke auf "Minecraft": "Fortnite" baut auf Lego

Fortnite Der Shooter "Fortnite" wächst - und nimmt die Jüngsten ins Visier. Ab sofort ist ein Lego-Spiel Teil von Epics beliebten Online-Universum, das sich anschickt, "Minecraft" zu überflügeln.

Bereits vor einem Jahr wurde die Partnerschaft von Lego und Epic Games angekündigt. Damals war unkonkret die Rede von einem "Metaversum für Kinder und Familien" und von einer "immersiven, kreativ inspirierenden und ansprechenden digitalen Erfahrung für Kinder jeden Alters". Das Ergebnis dieser Vision und einer Milliarden Dollar schweren Beteiligung der Lego-Holding Kirkbi an Epic ist "Lego Fortnite". Damit halten die kultisch verehrten Plastikfiguren Einzug in den populären Online-Shooter. Indirekt zumindest.

Dass "Fortnite" nicht nur Battle-Royale-Matches für bis zu 100 Teilnehmer bietet, hat es mit virtuellen Festivals und anderen Großveranstaltungen bereits hinlänglich bewiesen. Künftig wird es auch zum Anlaufpunkt für andere, eigenständige Games, die man von dort aus starten kann. Zunächst geht es um drei Titel aus völlig verschiedenen Genres.

"Lego Fortnite" kombiniert Survival und Crafting

Mit "Lego Fortnite" nimmt man offenkundig den Dauerbrenner "Minecraft" und seine jüngere Zielgruppe ins Visier: Die Mischung aus Rohstoffbeschaffung, Bauvorhaben und Werkzeug-Crafting kommt der Grundidee des mit über 300 Millionen Exemplaren meistverkauften Games der Welt jedenfalls schon ziemlich nahe.

Erreichbar ist das Familien-kompatible und dennoch nur ab 12 Jahren frei gegebene Surivalspiel auf Basis der leistungsstarken Unreal Engine 5 über ein rotes Lego-Logo auf dem "Fortnite"-Startbildschirm. Im Sandbox-Modus lässt sich gefahrlos ein eigenes Dorf aufbauen und die im obligatorischen Plastiklook gestalteten Zufallslandschaften, die ein Vielfaches größer als die "Fortnite"-Maps sind, erkunden. Hunger, Ausdauer, Widersacher und andere Zwänge lassen sich ebenfalls ausschalten.

Wer jedoch den Überlebensmodus wählt, muss zielstrebiger agieren, sich rasch eine sichere Bleibe zimmern, Nahrung suchen und nachts vor Wölfen, Skelettkriegern oder gar Drachen bangen - sofern er noch kein schlagkräftiges Arsenal zur Hand hat. Komfortabel ist dabei jedoch die Möglichkeit, computergesteuerte Dorfbewohner anzuheuern, die das Gros der Ressourcen herbeischafft.

"Fortnite" als Rennspiel: "Rocket Racing" geht neue Wege

"Rocket Racing" wird die "Fortnite"-Welt ebenfalls erweitern - um ein Rennspiel. Verantwortlich zeichnet das 2019 von Epic Games übernommene Entwicklerstudio Psyonix, das auch hinter dem Dauerbrenner "Rocket League" steckt.

Laut Epic können Spieler "gemeinsam mit Freunden durch eine stetig wachsende Auswahl an Strecken driften, fliegen und boosten" - ab 8. Dezember und ohne Einschränkung hinsichtlich der Altersfreigabe.

Damit nicht genug: "Fortnite Festival" ergänzt das "Fortnite"-Spiele-Hub ab dem 9. Dezember um ein Musikspiel. Der Clou: Gemeinsam mit Freunden oder allein können Spieler "mit den Hits ihrer Lieblingskünstler auftreten", so Epic. Umgesetzt wird die Idee von dem ebenfalls von Epic Games gekauften Studio Harmonix, bekannt für die "Rock Band"-Reihe.

"Fortnite" selbst geht derweil in das fünfte Kapitel. Zu den neuen Features zählen unter anderem Bosskämpfe, bei denen die Spieler mit Buffs belohnt werden.

  Newsletter abonnieren

Euer News-Tipp an die Redaktion