Aufgetaucht: 2K bestätigt Entwicklung von neuem "BioShock"-Spiel

Paranormal begabte Kinder, durchgedrehte DNA-Junkies und Gesellschafts-Utopien unter Wasser: "BioShock" gehört zu den kultigsten und wichtigsten Spiele-Klassikern der letzten 20 Jahre - jetzt hat Hersteller 2K Games endlich die Entwicklung einer Fortsetzung bestätigt.

Paranormal begabte Kinder, durchgedrehte DNA-Junkies und Gesellschafts-Utopien unter Wasser: "BioShock" gehört zu den kultigsten und wichtigsten Spiele-Klassikern der letzten 20 Jahre - jetzt hat Hersteller 2K Games endlich die Entwicklung einer Fortsetzung bestätigt.

Sechs Jahre nach Veröffentlichung des letzten Serien-Teils "Infinite" hat 2K Games endlich die Entwicklung eines neuen "BioShock"-Abenteuers angekündigt. Bereits bei Veröffentlichung der visuell dezent aufpolierten "BioShock Collection" für Windows, PS4, Xbox One und Mac wurden Gerüchte über einen mutmaßlichen Nachfolger laut. Zeitweise tauchten sogar entsprechende Namen und Abbildungen auf den Seiten von Spiele-Händlern auf, die sich aber im Nachhinein stets als Fake entpuppten.

Trotz der nun offiziellen Ankündigung sollten Serien-Fans noch nicht zu ausgelassen auf den Tischen tanzen: Hersteller 2K hat die Gründung eines neuen Studios bekannt gegeben - und die scheinbar eigens für das nächste "BioShock" gegründete Spiele-Schmiede Cloud Chamber beginnt gerade erst mit den Entwicklungsarbeiten. Unwahrscheinlich also, dass man vor 2022 mit dem Nachfolger rechnen darf. Welchen Story-Ansatz die Entwickler dabei verfolgen und ob sie erzählerisch überhaupt an die Vorgänger anknüpfen, ist unbekannt.

Serien-Gründer Ken Levine ist zwar nicht mit an Bord, aber dafür hat 2K die Branchen-Veteranin Kelley Gilmore (ehemals Firaxis) angeheuert. Außerdem sind mit Hoagey de la Plante (Creative Director), Scott Sinclair (Art Director) und Jonathan Pelling (Design Director) gleich mehrere Entwickler mit von der Partie, die vorher bereits an anderen "BioShock"-Spielen gearbeitet haben.

Immer noch Kult

Die 2007 gestartete Serie schart bis heute eine treue Fan-Gemeinde um sich - immerhin gelang es Chef-Entwickler Ken Levine und seiner Crew damals, ein packend erzähltes Tiefsee-Szenario zu entwickeln, um es dann mit Ego-Shooter- und Rollenspiel-DNA zu versetzen. Außerdem gehörte die Steampunk-Serie um genetisch veränderte Übermenschen in einer Unterwasser-Utopie zu den ersten ihrer Art, die gelungen mit physikalischen Effekten spielte - darunter entflammbare Öl-Teppiche und gefrierende Wasserflächen. Viele Journalisten verglichen das Abenteuer damals mit Warren Spectors klassischem Cyberpunk- und Hacker-Abenteuer "System Shock" von 1994. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Projekten beschränkten sich nämlich längst nicht auf den Spiele-Titel - immerhin zählte Levine bereits zu den leitenden Entwicklern des Nachfolgers "System Shock 2".

2013 erschien mit "Bioshock Infinite" der vorerst letzte Serien-Teil, für den der inzwischen geschlossene Entwickler Irrational Games das Szenario von der Tiefsee über die Wolken verlegt hatte - man zitierte also nicht mehr Jules Vernes nautischen Steampunk-Klassiker "20.000 Meilen unter dem Meer", sondern seine viel später veröffentlichte "Propellerinsel".