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Comeback eines Klassikers: Das "Atari VCS" ist (fast) da!

Als ein "modernes System mit einer Seele aus der Vergangenheit" kündigte Atari einst die Neuauflage der Kultkonsole "VCS" an. Das Gerät erscheint nun mit über drei Jahren Verspätung und einem horrend hohen Preis.

Atari ist zwar schon lange nicht mehr Atari, aber das hindert den gleichnamigen US-Hersteller von heute nicht daran, mit dem Namen von einst auf Liebhaber-Fang zu gehen: Das neue "Atari VCS" sollte nach der Erstankündigung 2017 ursprünglich 2018 erscheinen und via Crowdfunding finanziert werden. Doch während der Entwicklungszeit der Konsole kam es immer wieder zu Querelen - und damit auch zu Terminverschiebungen. Der letzte offiziell kommunizierte Veröffentlichungszeitraum war März 2020. Seitdem gab es nur spärliche Informationen.

Nun, fast 15 Monate später, soll alles ganz schnell gehen: Das rein äußerlich am legendären 8-Bit-"VCS" angelehnte System wird in den USA bereits ab 15. Juni offiziell bei den Handelsketten Best Buy, Gamestop und Micro Center erhältlich sein. Auf der Homepage des Herstellers wird sie indes bereits als "ausverkauft" gelistet. Gleiches gilt für den Retro-Joystick und einen modernen Controller. Die über 11.000 Crowdfunding-Unterstützer hätten zudem ihre Geräte mit Walnuß- oder Onxy-Front bereits bekommen, meldet die US-Seite "Hot Hardware".

Spiele aus der Cloud

Das neue "Atari VCS" ist im Vergleich zu Nintendo Classic Mini: SNES oder anderen Retro-Neuauflagen kein Nachbau des Kult-Originals, sondern ein vielseitigeres System auf Basis des nicht mehr ganz taufrischen AMD Ryzen Embedded R1000-Chipsatzes mit "Vega"-Grafikeinheit. Auch wenn die Hardware nicht mit PS4 und Xbox One mithalten kann, verlangt Atari rund 300 US-Dollar für seine Nostalgie-Maschine, die neben 100 kostenlos abrufbaren Atari-Klassikern vor allem Independent-Games abspielen soll. Darüber hinaus haben VCS-User die Möglichkeit, auf die Cloudspieledienste AntStream mit über 1.000 lizenzierten Classic-Titeln sowie Google Stadia zuzugreifen. Oder Filme und Serien von Anbietern wie Netflix, Disney+, AppleTV+, Twitch und Co. zu streamen.

Über den integrierten Chrome-Browser und angeschlossene USB-Tastaturen und -Mäuse lässt sich das System im "PC-Modus" sogar rudimentär zum Arbeiten nutzen. Wer will, kann laut Hersteller ein Betriebssystem nach Wahl installieren - etwa Windows, Ubuntu Linux oder Chrome OS. Mit etwas Fingerspitzengefühl lässt sich entsprechend auch das System um eine M.2-SSD-Festplatte und RAM erweitern.

Ob und wann das Atari VCS offiziell in Deutschland erscheinen soll, ist unklar.



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