Corona-Krise: Sony tritt auf die Download-Bremse und drosselt das PlayStation Network

Wegen der zunehmenden Internet-Auslastung zu Zeiten der Corona-Krise will Sony die Geschwindigkeit für den Download von PlayStation-Spielen drosseln. Leiden auch Online-Games darunter?

Wegen der zunehmenden Internet-Auslastung zu Zeiten der Corona-Krise will Sony die Geschwindigkeit für den Download von PlayStation-Spielen drosseln. Leiden auch Online-Games darunter?

Schon seit einiger Zeit machen Meldungen die Runde, dass Streaming-Plattformen wie Youtube, Netflix und Amazon Prime Video Auflösung und Qualität der übertragenen Videos drosseln, um eigene Server-Strukturen und das Netz im Allgemeinen zu entlasten. Grund dafür ist die Corona-Krise: Die Tatsache, dass immer mehr Menschen zu Hause festsitzen, erhöht die Zugriffszahlen auf Online-Angebote. Entsprechend nervös werden öffentliche Instanzen, weil sie befürchten, dass System-relevante Internet-Strukturen darunter leiden könnten.

Jetzt hat auch Sony angekündigt, seine PlayStation-Internet-Dienste in Europa Krisen-bedingt zu drosseln: So könnten laut PlayStation-Chef Jim Ryan die Downloads bei digitalen Käufen und Updates künftig spürbar langsamer werden. Das vernetzte Gaming soll allerdings stabil bleiben.

Ähnliches hört man von Microsoft-Seite: Zwar hat der Hersteller noch nicht angekündigt, in irgendeiner Form die Geschwindigkeiten von Downloads zu reduzieren, aber auch hier stellte man klar, dass man "Performance und Nutzungs-Trends aktiv" beobachten würde, "um sicherzugehen, dass wir den Service für unsere Kunden weltweit optimieren und auf Wachstum sowie erhöhte Nachfrage reagieren können", so Xbox-Chef Phil Spencer.

Ähnlich verhält es sich PC-exklusiven Plattformen wie Steam oder dem Epic Store: Auch hier gibt es noch keine offiziellen Verlautbarungen über eine eventuelle Download-Drosselungen. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass die Konzerne im Notfall um entsprechende Maßnahmen herumkommen.