Corona-Pandemie treibt Nutzungszahlen bei Spielen in die Höhe

Je mehr Menschen aufgrund der Corona-Krise in den eigenen vier Wänden bleiben müssen, desto mehr steigen die Nutzungszahlen bei Multiplayer-Spielen und Games-Diensten wie Steam oder Xbox-Live.

Je mehr Menschen aufgrund der Corona-Krise in den eigenen vier Wänden bleiben müssen, desto mehr steigen die Nutzungszahlen bei Multiplayer-Spielen und Games-Diensten wie Steam oder Xbox-Live.

Die Angst vor dem neuen Corona-Virus SARS-CoV-2 und staatliche Auflagen sorgen dafür, dass Menschen weltweit verstärkt die Wohnung hüten müssen. Verhängte Ausgangssperren und Vermeidung sozialer Kontakte spiegelt sich massiv in der verstärkten Nutzung von VoD-Plattformen wie Netflix oder Gaming-Services wieder.

Das hat unter anderem "Half-Life"-Hersteller Valve bemerkt, denn dessen Spiele- und Verkaufs-Plattform Steam konnte jüngst einen Rekord verbuchen: Imposante 20.313.476 Nutzer haben das Portal an diesem Tag frequentiert. Das ist nicht zuletzt deshalb besonders imposant, weil Activision gerade fünf Tage zuvor - am 10. März - mit großem Erfolg sein neues Multiplayer-Spiel "Call of Duty: Warzone" gestartet hat. Das im "Modern Warfare"-Universum angesiedelte Battle-Royale-Gefecht durfte allein während der ersten 24 Stunden etwa sechs Millionen Spieler begrüßen.

Auch die aktuellen Zahlen von Valves Mehrspieler-Dauerbrenner "Counter-Strike: Global Offensive" sind einen Blick wert: Die lagen am 15. März nämlich bei 1.024.845 Spielern - ebenfalls Rekord.

Keine Apps und kein "Ring Fit"

Xbox-Chef Phil Spencer bestätigt den Trend: Laut ihm ist die Nutzung "bei nahezu allem gestiegen", deshalb würden "die IT-Teams bei sämtlichen Firmen hart daran arbeiten, alles am Laufen zu halten". Das sagt der Manager auf Twitter - und tatsächlich gab es bei Xbox-Live dieser Tage gleich mehrere Ausfälle, die aber zum Glück nach einigen Stunden wieder behoben waren. Selbst in China und Italien - die Länder, die bisher besonders von Ausgangssperren und ähnlichen Maßnahmen betroffen waren - gab es bei Providern und Games-Portalen bisher keine nennenswerten Probleme. Das könnte sich, nachdem sich jetzt nach und nach fast jedes Land in die Corona-Quarantäne begibt, natürlich bald ändern.

Schlechte Nachrichten gibt es übrigens für solche Gamer, die sich dieser Tage auf spielerische Weise Bewegung verschaffen wollen: Nintendos Trimm-Dich-Programm "Ring Fit Adventure" für Switch ist wegen Nachschub-Problemen bei den enthaltenen Controller-Accessoires aktuell komplett vergriffen.

Ebenfalls Verzicht üben muss, wer auf seinem iPhone oder iPad digitale Virus-Pandemien erleben und bespielen möchte: Apple hat sich wegen der Corona-Pandemie dazu entschlossen, entsprechende Spiele, Programme und Simulationen wie das beliebte Strategiespiel "Plague Inc." vorerst aus dem App-Store zu entfernen.