EA entfernt nervige Jubelarien und rassistische Gesten aus "FIFA 21"

Um die "toxische Stimmung" bei Online-Partien zu verringern, will EA im kommenden "FIFA 21" bestimmte Torjubel streichen. Gestraffte Animationen und Zeitlimits sollen zudem den Spielablauf der Fußballsimulation beschleunigen, aber Gamer letztlich entspannen.

Extravagante Jubelszenen sind bei "FIFA" das Sahnehäubchen - schließlich will so ein Siegtreffer in der Nachspielzeit gebührend gefeiert werden. Oft zum Unmut des (menschlichen) Gegners. EA will auf Anregung der Community nun die nervigsten, unfairsten und herablassendsten Torjubel aus dem kommenden "FIFA 21" entfernen.

So wird es keinen "Shush"-Jubel mehr geben - jenes Manöver, bei dem ein Torschütze gefühlt endlos über das Spielfeld stürmen darf und dabei den Zeigefinger auf die Lippen legt, um Gegner und Spötter zum Schweigen zu bringen. Der "Jetzt mal alle ganz ruhig sein!"-Jubel raubt jede Menge Zeit und wurde von der Community als besonders nervig und arrogant empfunden.

Rechtes Erkennungssymbol wird entfernt

Auch die "A-Ok"-Geste wird sich in "FIFA 21" nicht mehr wiederfinden und wurde bereits im Juni bei "Call of Duty: Warzone" entfernt. Die "OK-Hand" ist eigentlich ein gängiges Emoji und soll signalisieren: "Alles prima". Eine Abwandlung davon wird auch für kindische Spiele genutzt: Wenn jemand dieses Zeichen macht und ein anderer schaut hinein, bekommt dieser einen Klaps.

Allerdings wird die Geste in bestimmter Form mittlerweile auch als Hass-Symbol gelistet und von rechten Gruppierungen weltweit verwendet, um Gleichgesinnung und die angebliche "Überlegenheit des weißen Mannes" zu signalisieren: Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis. Zusammen mit dem Handgelenk entsteht ein "P", während die drei anderen ausgestreckten und gespreizten Finger ein "W" bilden. "WP" soll für "White Power" stehen. Unter anderem nutzte der Christchurch-Attentäter die Geste vor Gericht.

Mehr Tempo, bitte!

Generell will EA die Dauer der Jubelszenen in Online-Matches reduzieren und auch Animationen streichen - wie etwa die Rückkehr der Profis zum Anstoßpunkt im Mittelkreis. Das soll den Spielablauf ebenso beschleunigen wie die Senkung des Zeitlimits bei Freistößen, Elfmetern, Ecken und Einwürfen - von bislang 30 auf 10 bis 20 Sekunden. Das Ziel all der Hektik: die Entspannung der Gamer.

"Dank des Feedbacks haben wir einige Änderungen gefunden, die wir vornehmen können, um für alle eine angenehmere Erfahrung zu schaffen, die 'FIFA 21' spielen", schreiben die Entwickler in einem Blog.