"eFootball PES 2020": "Platin"-Deal mit dem FC Bayern

Der FC Bayern öffnet sich wie zahlreiche Bundesliga-Konkurrenten dem Thema eSport - im Rahmen einer neuen Partnerschaft und mit einer klaren Einschränkung.

Uli Hoeneß ist kein großer Fan des eSports, räumte aber bereits vor einem Jahr ein: "Es gibt beim FC Bayern auch Bestrebungen. Ich bin dagegen, stehe aber relativ allein da." Nun muss er mitansehen, wie sich sein Verein dem Trend öffnet: "Wir werden, was Fußballspiele betrifft, uns durchaus mit dem Thema befassen", sagte Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Rahmen der Bekanntgabe einer langfristigen Partnerschaft mit "Pro Evolution Soccer"-Publisher Konami. Kleine Einschränkung: Beim eSport komme für den deutschen Rekordmeister nur virtueller Fußball infrage - "keine Baller- und Kriegsspiele".

In der für September angekündigten Neuauflage der Simulation "eFootball PES 2020" werden die Bayern-Profis nach einem Jahr Abstinenz wieder offiziell auf dem digitalen Rasen auflaufen - angeführt vom Nationalspieler und Flügelstürmer Serge Gnabry, der künftig als offizieller "eFootball PES Botschafter" fungiert und auch das Cover ziert. Ebenso mit dabei: Vereinslegenden wie Oliver Kahn oder Lothar Matthäus.

Laut Vereinsmitteilung sollen Stadion und Spieler mithilfe eines vollständigen 3D-Scans äußerst detailgetreu abgebildet werden. Welche Auswirkungen das auf das Konkurrenz-Produkt "FIFA 20" haben wird, ist noch unklar. Die Darstellung der Profi-Kicker ist durch die DFL-Lizenz zwar abgedeckt, nicht aber die der Allianz Arena.

Wie viel sich Konami diese Partnerschaft kosten ließ, ist ebenso wenig bekannt wie Laufzeit der "Platin"-Partnerschaft - die zweithöchste Sponsoren-Ebene beim FC Bayern.