Entspannt zum Erfolg: "Animal Crossing" beschert Nintendo Rekord-Gewinne

Mehr als sechsmal so viel Gewinn wie im Vorjahr: Dank "Animal Crossing" und Corona-bedingter "Stay at home"-Politik verdient sich der Mario-Konzern 2020 eine goldene Nase.

Zu den großen Gewinnern der Corona-Krise gehört vermutlich Nintendo: Die während der Lockdown-Phase gestiegenen Switch-Verkäufe konnte der Hersteller wegen Produktions-Engpässen in China zwar nicht völlig befriedigen. Dafür hat sich ein ganz anderes Produkt glänzend verkauft: "Animal Crossing". Von der knuffigen Lebens-Simulation, die Eskapismus in die Harmlosigkeit anbietet, konnte man bislang über 22,4 Millionen Exemplare abgesetzten. Damit landet das Spiel auf Platz 2 der meistverkauften Switch-Games direkt hinter "Mario Kart 8" mit 26,74 Millionen Stück.

Alleine im zweiten Quartal 2020 wurde das Ticket für das niedliche Insel-Paradies mehr als 10,6 Millionen Mal gelöst. Interessant: Mehr als die Hälfte der verkauften Exemplare wanderten über den digitalen Tresen in Nintendos Online-Store. Ein Ergebnis, das dem Hersteller in Mai und Juni zu einem Nettogewinn von 106,6 Milliarden Yen (circa 852 Millionen Euro) verhalf - sechsmal so viel wie im Vorjahr.

Umsatz-Verdopplung

Der Umsatz wurde im betreffenden Quartal mit etwa 2,9 Milliarden Euro immerhin mehr als verdoppelt. Selbst die Switch-Verkäufe liefen trotz Lieferengpässen besser als im Vorjahreszeitraum: Im zweiten Quartal 2019 setzt man noch 2,13 Millionen Konsolen ab, 2020 waren es 5,68 Millionen. Damit kommt Nintendo seit Veröffentlichung des Systems im März 2017 auf über 61,4 Millionen installierte Switch-Konsolen.

Die Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr ließ Nintendo dennoch unverändert: Weiterhin geht man von 19 Millionen verkauften Switch-Konsolen bis März 2021 aus. Trotzdem hat man die Produktionsmenge für das Gerät vorsorglich auf 25 Millionen Stück erhöht, berichtet der Finanzdienst Bloomberg.