Ex-Mitarbeiter plaudert aus: "Ihr habt keine Ahnung, wie profitabel Steam war"

Nachdem auch das digitale "Borderlands 3" exklusiv über den Epic-Store verkauft wird, machen viele Steam-Fans ihrem Unmut Luft. Ein ehemaliger Steam-Mitarbeiter kontert: Die Plattform hätte fast das Medium PC-Spiel zerstört.

Während der Game-Store von "Fortnite"-Betreiber Epic immer mehr prominente Titel wie "Metro Exodus" an sich bindet, schaut Digital-Platzhirsch Steam zunehmend in die Röhre. Jüngster Spiele-Promi im Club der Epic-Exklusiven: Gearbox Loot-Shooter "Borderlands 3". Das Ergebnis der Exklusivität: Die Steam-treue Community tobt und straft die anderen, noch auf Steam verfügbaren "Borderlands"-Teile mit niedrigen Wertungen ab.

Jetzt hält ein ehemaliger Valve-Mitarbeiter dagegen und kontert die Ausfälle der Community mit massiver Steam-Kritik: Richard Geldreich hat von 2009 bis 2014 bei dem Steam-Betreiber gearbeitet und dessen Geschäftspraktiken schön öfters offen angeprangert. Jetzt meint Geldreich, Steam wäre auf dem besten Wege gewesen, PC-Spiele zu vernichten - und das, indem man die komplette Industrie mit einer "30-Prozent-Steuer" belegt hätte. Geldreich spricht damit auf die Praxis von Valve an, grundsätzlich 30 Prozent der Verkaufssumme für sich zu behalten. "Ihr habt keine Ahnung, wie profitabel Steam für Valve war. Es war eine Art virtueller Druckerpresse und hat die ganze Firma auf den Kopf gestellt. Epic bringt diesen Missstand jetzt wieder in Ordnung", führt der ehemalige Mitarbeiter weiter aus.

Allerdings gesteht Geldreich ein, dass Epics Store aktuell noch suboptimal aufgebaut wäre - und hofft auf Besserung. Dringend nötig wären eigentlich selbstverständliche Verbesserungen wie Cloud-Saves, User-Reviews und ein Achievement-System.

Borderlands 3 - Offizieller Enthüllungs-Trailer