"Final Fantasy 7" zu groß für Corona-Zeiten?

Rund 100 GB verschlingt das PS4-Remake von "Final Fantasy 7" auf der Festplatte - und stellt damit das PlayStation Netzwerk von Sony in Zeiten von Corona-bedingter Daten-Drosselung auf eine echte Probe. Hersteller Square Enix reagiert bereits.

Rund 100 GB verschlingt das PS4-Remake von "Final Fantasy 7" auf der Festplatte - und stellt damit das PlayStation Netzwerk von Sony in Zeiten von Corona-bedingter Daten-Drosselung auf eine echte Probe. Hersteller Square Enix reagiert bereits.

Millionen PlayStation-Fans warten auf die Rückkehr des Kult-Rollenspiels "Final Fantasy 7". Doch die generalüberholte und bombastisch inszenierte PS4-Neuauflage dürfte Sonys PlayStation Netzwerk auf eine harte Probe stellen: Wegen der Corona-Krise hatte man bereits angekündigt, die Übertragungsraten des Dienstes zu drosseln - Downloads gehen entsprechend langsamer vonstatten. Auch Internet-Riesen wie die Telekom oder Vodafone behalten sich die Möglichkeit vor, die Performance ihrer Angebote bei schwerer Auslastung zu reduzieren, um System-relevante Dienste am Laufen zu halten.

Entsprechend frustriert könnten viele Gamer sein, wenn sie Square Enix' Rollenspiel-Remake - mit Updates über 100 Gigabyte groß - digital erwerben und loslegen wollen.

Doch der Hersteller hat bereits reagiert. Die physischen Exemplare sind - trotz offiziellem Release-Datum am 10. April - schon jetzt im Umlauf. Weil der Hersteller aufgrund der aktuellen Verzögerung vieler Lieferketten Engpässe befürchtet hatte, entschied man sich kurzerhand dafür, das Rollenspiel bereits auszuliefern und einen früher stattfindenden Verkauf nicht zu ahnden.

Preload soll Warteschlangen lindern

Auch die Möglichkeit, das Spiel schon vor dem 10. April zu laden und zu installieren, will Square Enix wohl vorverlegen: Laut der Website "GamingBolt" soll ein "Preload" des Spiels schon ab dem 3. April möglich sein. Auf diese Weise will Square wohl sicher gehen, dass Digital-Käufer trotz des Daten-Umfangs pünktlich am 10. April loslegen können.

Übrigens bildet das Remake trotz der Datengröße nur die Hälfte der Spielwelt ab, die Fans aus dem PlayStation-Original von 1997 kennen: Das spielte nur zur Hälfte in der mit magischen Energien betriebenen Metropole Midgard, danach erkundete man die Spielwelt jenseits der Stadttore. Und genau diese zweite Spielhälfte fehlt im Remake - Square will sie wohl zu einem späteren Zeitpunkt nachliefern. Trotzdem soll das neue alte "Final Fantasy" den Umfang eines vollwertigen Standalone-Rollenspiels haben.