Gekauft, aber nie gezockt: "Pile of Shame" geht allein auf Steam in die Milliarden

Gaming Spiele, die zwar gekauft, aber nicht gezockt werden, häufen sich zum "Pile of Shame", zu Deutsch: Stapel der Schande. Laut einer Erhebung hat allein Steam Games im Wert von Milliarden Dollar verkauft, die noch nie gespielt wurden.

Monatelang hat man voller Vorfreude und Ungeduld auf das Spiel oder die Erweiterung gewartet. Dann ist es endlich soweit, aber es bleibt unberührt. Entweder, weil man noch so viele andere Games erst Mal zu Ende spielen will, man auf den perfekten Moment der Ruhe wartet oder schon wieder der nächste Titel die eigene Aufmerksamkeit beansprucht. So landet das Game im Regal oder auf der Festplatte, ohne auch nur einmal getestet worden zu sein. Bisweilen werden aus Tagen Wochen, aus Wochen Monate und irgendwann geraten die Games nach Jahren komplett in Vergessenheit.

Dieses Phänomen kennt vermutlich jeder Gamer. Gern beschrieben wird dieser Stapel der ungespielten Titel mit dem englischen Begriff "Pile of Shame". Der Stapel der Schande häuft sich bisweilen wie eine Skulptur, die der Prokrastination gewidmet ist - und ist auch auf andere Medien wie Bücher, Filme, Musik oder Brettspiele übertragbar.

Das Magazin "PC GamesN" nahm das Phänomen des digitalen Pile of Shame genauer unter die Lupe. Dabei kamen erstaunliche Zahlen ans Licht ...

Games im Wert von 19 Milliarden US-Dollar liegen brach

Das Ergebnis der Untersuchung des Fachmediums: Allein über Valves Spieleplattform Steam wurden Games im Wert von 19 Milliarden US-Dollar gekauft, die nie gezockt wurden! Um das herauszufinden, nutzte die Redaktion die Hilfe von Steam ID Finder als Datengrundlage. In den öffentlich einsehbaren Nutzerkonten wurde nach nie verwendeten Spielen gesucht. Diesen wies "PCGamesN" einen geschätzten Marktpreis zu und skalierte das Ergebnis auf alle Steam-User hoch. Selbst wenn man Störfaktoren wie Sonderangebote oder Spiele, welche die gespielte Zeit nicht oder nicht korrekt angeben, ausklammert, sind die Zahlen beeindruckend.

Aktuell gibt es einen heißen Anwärter auf den obersten Platz auf dem Pile of Shame vieler Gamer: die frisch erschienene Erweiterung "Shadow of the Erdtree" für das Open-World-Action-Rollenspiel "Elden Ring" von From Software. Wie das Hauptspiel gilt auch der DLC als extrem schwierig zu meistern. Dazu kommt, dass man erst weit in "Elden Ring" fortgeschritten sein muss, um "Shadow of the Erdtree" überhaupt spielen zu dürfen - auch wenn der aktuelle Patch 1.12.2. das Balancing ein wenig einstiegsfreundlicher macht.

Dennoch: Um die Erweiterung starten zu können, müssen zwei schwere Bossgegner besiegt werden. Manche Gamer könnten den DLC also erstmal zur Seite legen, um die dafür nötige Energie zu sammeln. Hoffentlich, bevor "Shadow of the Erdtree" auf dem Stapel der Schande landet. Hoffentlich nicht für immer ...

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