Irres Experiment: So würde "Death Stranding" auf der ersten PlayStation aussehen

Ein findiger Grafik-Experte baut den bizarren "Death Stranding"-Trailer von 2016 mit PlayStation-One-Grafik nach. Das Ergebnis zeigt den optischen Abstand von 3D-Grafik heute und damals, verdeutlicht aber gleichzeitig das geniale Konzept hinter dem Original.

Sonys erste PlayStation-Generation hat revolutionäre Hits hervorgebracht und 3D-Grafik im großen Stil salonfähig gemacht - aber aus heutiger Perspektive ist die meist krude und rudimentäre Polygon-Optik des Systems nur noch unter Vorbehalt genießbar.

Vielleicht um den grafischen Abstand zwischen der heutigen und der damaligen Grafik-Generation zu verdeutlichen, hat der Youtube-User Hoolopee ein interessantes Experiment realisiert: In einem auf PSOne-Niveau inszenierten 3D-Echtzeit-Video ahmt er Szene für Szene den ersten Trailer zu Hideo Kojimas kommendem Adventure-Blockbuster "Death Stranding" nach. Das Original zeigt einen täuschend echt gerenderten, nackten Norman Reedus, der an einem Strand erwacht und zwischen allerlei totem Meeres-Getier einen Säugling an seine Brust presst. Mit dem für die E3-Messe 2016 erstellten Trailer wurde das skurrile Projekt des ehemaligen "Metal Gear"-Masterminds erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Trotz des gigantischen visuellen Abstands fängt das mit alter PlayStation-Grafik nachgebaute Video die Stimmung des Originals verblüffend authentisch ein und beweist dabei vor allem eins: Kojimas "Death Stranding"-Trailer ist so geschickt geschrieben und geschnitten, dass er auch mit ungleich gröberer Grafik funktioniert. Nicht unwahrscheinlich also, dass PlayStation-Spieler vor über 20 Jahren ebenfalls mit offenen Mündern vor den heimischen Bildschirmen gesessen hätten.

Death Stranding - PS1 Trailer