Kampf gegen Winterspeck: Diese Switch-Games machen spielend fit!

Abnehmen kann auch Spaß machen Computerspiele machen dick und doof? Von wegen! Diese Switch-Games bewirken das glatte Gegenteil und lassen den Winterspeck nach den Feiertagen schmelzen.

Fitness-Spiele mit teils skurrilen Steuergerätschaften haben bei Nintendo Tradition - man erinnere sich nur an die Balance-Board-Waage für die Wii! Seitdem unternimmt der japanische Konzern immer wieder Versuche, sowohl das körperliche als auch das mentale Wohlbefinden der Switch-Besitzer auf spielerischem Wege zu verbessern. Und die Japaner sind nicht allein. Auch andere Hersteller haben Titel für all jene, die im neuen Jahr spielend fit werden wollen. Ein Überblick.

Nintendo Switch Sports (Nintendo)

Mit weit über 80 Millionen ausgelieferten Exemplaren ist "Wii Sports" eines der meistverbreiteten Videospiele der Welt - schließlich lag es fast jeder Wii-Konsole von Anfang an bei. Gleichzeitig brach Nintendo damit das Eis und begeisterte die Massen für seine damals neue Bewegungssteuerung, die das Schwingen, Rütteln und Schütteln des Controllers ohne große Verzögerung auf den Bildschirm übertrug. Im April 2022 legte Nintendo mit "Switch Sports" nach.

Besitzer der Hybrid-Konsole können seitdem in den eigenen vier Wänden unter anderem Tennis und Badminton, Fußball, Bowling, Golf und Volleyball spielen - oder in den Schwertkampf-Ring steigen. Das Gameplay ist vollends auf die feinen Bewegungssensoren der Joy-Cons ausgelegt. Auch ein Beingurt-Zubehör liegt der physischen Verkaufsversion bei. Damit lassen sich beim Fußball im Shootout-Modus die virtuellen Riesenbälle beherzt kicken. Ebenfalls neu: Alle Sportarten können auch online gespielt werden - gegen Freunde oder Fremde, die ein ähnliches Level haben.

Ring Fit Adventures (Nintendo)

Wenn es mehr als die Simulation von Sport sein soll: "Ring Fit Adventure" fordert von Switch-Besitzern vollen Körpereinsatz und bringt neben einer Beinschlaufe einen ungewöhnlichen Gummi-Plastik-Ring mit, der fortwährend gestreckt, gequetscht und geschwungen werden will. Die eingefügten Joy-Controller zeichnen jede Bewegung auf. Das Ziel des bei 30 Minuten täglichem Gaming auf rund 90 Tage angelegten Abenteuers: auf spielerische Art und Weise den inneren Schweinehund besiegen, der hier die Form eines muskulösen Drachens angenommen hat und die Welt bedroht. Auf dem Weg dorthin werden beim Laufen, Fliegen, Fahren, Paddeln und Treppensteigen jede Menge Kalorien verbrannt. Monster vermöbelt man wiederum mithilfe von rund 40 Fitness-Übungen für Arme, Beine und Rumpf. Modi wie das schnelle Spiel, Mini-Games und Multiplayer-Duelle runden das spaßige Paket ab, das echte Erfolge verspricht.

"Fitness Boxing 1 & 2" (Nintendo)

Wer feste zuschlägt, bei dem purzeln die Kalorien im Nu: "Fitness Boxing" war eines der ersten digitalen Workouts für die Switch. Dabei nimmt der Spieler einen Joy-Con in jede Hand, ehe - Bewegungssteuerung sei Dank - munter drauflos gekloppt wird. Ein Kalorien-Zähler verrät dabei, wie viel Energie der Nutzer verbrennt und setzt den Wert in Relation zu seinem Body-Mass-Index. Wer dabei wirklich abspecken will, für den erstellt das Programm ein tägliches Workout zwischen zehn und 40 Minuten. Lustig wird es dabei außerdem, wenn man den künstlichen Sparring-Partner mit zuvor erspielten Accessoires ausstaffiert oder sich alternativ im Zweispieler-Modus mit einem Freund "prügelt".

Noch ein Stück weit ausgefeilter erweist sich der Nachfolger "Rhythm & Exercise". Der Mix aus Boxen und Rhythmus-Spiel ist ebenso effektiv wie unterhaltsam und lässt sich individuell anpassen, sodass Einsteiger und Profis gefordert werden. Allein: Die Optik wirkt wie beim Vorgänger immer noch etwas arg trist - trotz der kunterbunten Kulissen.

"Knockout Home Fitness"

In eine ähnliche Kerbe wie "Fitness Boxing" schlägt auch "Knockout Home Fitness". Mit zwei Joy-Cons in den Händen wird zu Musik-Beats geboxt, was Rhythmusgefühl und Oberarme hergeben. Wer obendrein die Kicks astrein absolvieren möchte, sollte unbedingt Platz um sich herum schaffen. Die nachzuahmenden Bewegungen basieren auf Techniken der Kampfsportarten Boxen, Muay Thai, Karate und Kung-Fu, werden aber meist unvermittelt in einer Trainingssession eingeführt. Hinzu kommt: Die virtuelle Trainer kann aufgrund der rudimentär erfassten Bewegungsabläufe nur bedingt hilfreiches Feedback geben. Dennoch: Schweißtreibend ist "Knockout Home Fitness" von Entwickler Marvelous Europe dennoch.

Just Dance (Ubisoft)

Die "Just Dance"-Reihe bittet seit 2009 Groß und Klein erfolgreich zum grellbunten Bewegungskaraoke im Wohnzimmer. Richtige Workout-Optionen gibt es im aktuellen Ableger mit der "2023" im Titel zwar kaum. Wer beim potenziellen Ganz-Körper-Abtanzen aber zu 40 mitgelieferten und über - ingame leider sehr penetrant beworbenen - 200 Download-Hits sich ordentlich ins Zeug legt, kann spielend die Pfunde purzeln lassen. Wer indes das Spiel betrügt, weil nur die Hände mit den Motion-Controllern oder Smartphones geschüttelt werden, ist selbst schuld.

Zumba: Burn it up (505 Games)

Ähnliches gilt auch für "Zumba: Burn it up", das im Gegensatz zu "Just Dance 2020" rein auf den Fitness-Aspekt abzielt und mit 30 Songs sowie adretten Vortänzern zum Kalorienverbrennen anregt. Unterschiedliche Intensitätslevel und voller Körpereinsatz bei schnellen, umfassenden Bewegungsabfolgen lassen bei konsequentem Training die Speckrollen schmelzen.

Jump Rope Challenge

Häschen, hüpf! "Jump Rope Challenge" simuliert Seilspringen auf die denkbar niedlichste Art und Weise. Sobald die Switch im Kickstand aufgestellt ist, nimmt man beide Joy-Cons in die Hand und bewegt die Arme so, als würde man Seilspringen. Wer dann noch hüpft, während im Hintergrund Katzen in die Kamera starren, der macht sich zumindest locker für weitere Fitness-Games auf der Switch. Das Beste aber: Die "Jump Rope Challenge" ist gratis downloadbar.

Yoga Master (My World)

Auch Yoga kann ganz schön anstrengend sein. Das merkt man schnell nach dem Download von "Yoga Master". Der Titel will das Gleichgewicht zwischen Geist und Körper wiederherstellen. Manche der Posen und Figuren verbessern zudem nachhaltig die Beweglichkeit des Spielers - sofern er diese mit viel Selbstdisziplin ausführt. Denn: Durch die ungenaue Erkennung ist das Programm dabei kein wirklich Helfer. Eine Handvoll kostenpflichtiger DLCs sorgt nur für optische Abwechslung. Hinweis des USK-ab-0-Jahren-Titels: Es wird empfohlen, erst ab 18 Jahren oder älter Yoga-Übungen durchzuführen.

Nintendo Labo: Robo-Set (Nintendo)

Zunächst werden beim "Nintendo Labo: Robo-Set" stundenlang nur die Finger bewegt - beim Zusammenfalten der Pappapparaturen, dem Verbinden der Seilzüge und dem Anbringen von speziellen Reflektoren. Doch ist diese Hürde genommen, steht dem schweißtreibenden Einsatz als menschliche Abrissbirne in Form eines Riesenroboters nichts mehr im Wege. Das Schöne: Von all den Kniebeugen, die beim Kampf gegen Ufos macht, bekommt man so gut wie nichts mit.

Arms (Nintendo)

Linker Haken, rechte Gerade, durchatmen: Ihr habt auf der Wii das Boxen geliebt? Gute Nachricht: Die bewegungsintensiven Prügelduelle gehen auf der Switch in die Verlängerung - buchstäblich und deutlich spektaktulärer. In "Arms" gibt man dem Gegenüber Saures mit ausfahrbaren und austauschbaren Gliedmaßen! Gleichzeitig weicht man gegnerischen Attacken aus oder blockt nach Kräften. Nach einem halben Dutzend Duelle pumpt man jedenfalls ganz schön: "Arms" geht in die Arme - und in die Schultern.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging (Nintendo)

Nicht nur der Körper sollte fit sein - auch der Geist. Aus diesem Grund findet sich in dieser Liste auch "Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging". Bei diesem mentalen Workout stellen sich Switch-Spieler einer Reihe von Denksportaufgaben, die von Kopfrechnen über das Nachspielen von Musikstücken bin hin zu Gedächtnis- und einfallsreichen Fingerübungen reichen. Alles unter Zeitdruck, versteht sich. Als Pausenfüller gibt es "Tetris"-ähnliche Spielereien, Sodokus und einen Zweispieler-Modus, in dem man beispielsweise um die Wette Kisten zählt. Ob sich all die Mühen gelohnt haben, erfährt man bei der Erfassung des geistigen Alters durch drei zufällig ausgewählte Tests in Folge. Von den anfangs attestierten 80 Jahren sollte es schnell bergab gehen - was in diesem Sinne durchaus positiv gemeint ist. Bestes Ergebnis: 20 Jahre.

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