Kein neues "Pro Evolution Soccer" in 2020?

Müssen Fußball-Fans in diesem Jahr auf das gewohnte Match zwischen EAs "FIFA"-Reihe und den "PES"-Spielen von Konami verzichten? Scheinbar will Konami ein Jahr pausieren, um seine Serie technisch aufzumotzen.

So selbstverständlich wie die Phrasen, dass der Ball rund ist und das Spiel 90 Minuten dauert, ist das alljährliche Kräftemessen der beiden digitalen Fußball-Platzhirsche "FIFA" und "Pro Evolution Soccer". Obwohl die Simulations-Serie von Marktführer Electronic Arts wegen ihrer offiziellen Lizenzen und super-realistischen Präsentation meist als Sieger vom Platz geht, holt Konamis Konkurrenz-Reihe stark auf.

Offenbar nimmt der japanische Hersteller die Fußball-Fehde so ernst, dass er dieses Jahr ausnahmsweise auf den gewohnten Schlagabtausch verzichtet: Statt einer neuen "PES"-Episode hat Konami dieses Jahr nur ein "Saison-Update" für das Ende 2019 veröffentlichte "eFootball PES 2020" angekündigt. Fußball-Fans haben damit die Möglichkeit, Spieler und Vereine upzudaten.

Welche Strategie der Publisher damit genau verfolgt, ist zwar unbekannt, allerdings hat man bereits angekündigt, bald von der hauseigenen Entwicklungs-Umgebung "Fox-Engine" auf Epics bekannte "Unreal-Engine" umstellen zu wollen. Auf diese Weise soll die Marke mit realistischeren Spielermodellen beziehungsweise -animationen beeindrucken sowie verbesserte Physik und "fotorealistische Grafik" bieten. Eine einjährige Pause für die technische Umstellung würde sich demnach anbieten.

Jonas Lygaard, Senior Director Brand & Business Development bei Konami, äußerte sich wie folgt: "Da wir uns die nötige Zeit nehmen, um den Grundstein für die Zukunft des eFootball PES-Franchise zu legen, ist es wichtig für uns, auf unser Vermächtnis zurückzublicken und kontinuierlich danach zu streben, alle Aspekte des Spiels zu verbessern." Mit einem gepimpten "PES 2022" wird dann wohl wieder der Zweikampf mit EA gesucht.