Kids-Plattform im Lego-Look: "Roblox" kommt nach Deutschland

In den USA ist "Roblox" schon seit 2005 eine Erfolgsgeschichte, jetzt kommt der Spiele-Baukasten auch nach Deutschland. Die deutsche USK-Chefin soll dafür sorgen, dass der Titel trotz Mitmach-Faktor kindertauglich bleibt.

Visuell erinnert "Roblox" aus der gleichnamigen kalifornischen Spiele-Schmiede vor allem an die LEGO-Games von TT Games, spielerisch dagegen ist die Mitmach-Plattform irgendwo zwischen "Second Life", "Skylanders" und Microsofts ausrangiertem Games-Baukasten "Project Spark" angesiedelt: Nutzer können in "Roblox" mit vergleichsweise wenigen Handgriffen eigene Spiele und Welten erschaffen, die sie dann zusammen mit anderen Gamern erkunden.

Wer auf diese Weise kleine Gelegenheitsspiele erschafft, darf den Besuchern seiner Kreation außerdem virtuelle Gegenstände verkaufen und sich auf diese Weise ein kleines Taschengeld verdienen - dem Konzept hinter "Second Life" nicht unähnlich. Die Betreiber wiederum verdienen Geld an Premium-Mitgliedschaften (bis zu 22 Euro im Monat) und Mikro-Transaktionen. Das dafür nötige Ingame-Kleingeld können sich die "Roblox"-Gamer entweder erspielen oder mit echten Dollars beziehungsweise Euros bezahlen. Außerdem steckt ein Stückchen "Skylanders" in "Roblox": Im Handel erhältliche Spielzeugfiguren ermöglichen über Codes den Zugriff auf besondere Spiel-Gegenstände.

Keine Anzüglichkeiten

Das inzwischen etwas 13 Jahre alte "Roblox" verfügt in seinem Heimatland angeblich über 90 Millionen aktive Mitglieder, technisch auf der Höhe ist es - trotz regelmäßiger Grafik-Updates - allerdings nicht mehr ganz. Trotzdem wagt man erst jetzt den Sprung nach Europa, den Anfang machen Deutschland und Frankreich.

Hierzulande mit von der Partie ist die aktuelle Geschäftsführerin der USK: Elisabeth Secker will mit anderen Mitgliedern eines "Roblox"-Beratungsausschusses dafür sorgen, dass die für jüngere Gamer konzipierte Erfahrung "sauber" bleibt. Bereits in seinem Heimatland sorgen die Entwickler mithilfe eines rund um die Uhr aufmerksamen Service-Teams penibel dafür, dass die Spielwelt kindertauglich ist und bleibt. In einem spielerischen Kreativ-Baukasten ist das nämlich alles andere als selbstverständlich: Das ursprünglich erfolgreiche "LEGO Universe" zum Beispiel ging daran zugrunde, dass immer mehr Spieler die kreativen Möglichkeiten der Spielwelt nutzten, um digitale Anzüglichkeiten aus dem Boden zu stampfen.

Roblox Anthem Video