Macht dieses Feature den PS5-Controller einzigartig?

Gamer unter Stress: Ein neues Sony-Patent deutet darauf hin, dass Sonys nächster DualShock-Controller Puls und Schweiß des Spielers analysieren könnte. Die PS5 könnte diese Informationen dann ins virtuelle Geschehen einfließen lassen.

Gamer unter Stress: Ein neues Sony-Patent deutet darauf hin, dass Sonys nächster DualShock-Controller Puls und Schweiß des Spielers analysieren könnte. Die PS5 könnte diese Informationen dann ins virtuelle Geschehen einfließen lassen.

Im aufziehenden Kampf der Konsolen scheint das reine CPU- und GPU-Kräfteverhältnis zwischen der PlayStation5 und der Xbox Series X ausgegleichen zu sein. Microsofts neues Spielegerät bietet offiziell zwölf Teraflops an Rechenleistung, hardware-unterstützes Raytracing und eine schnelle SSD-Festplatte, um Ladezeiten zu minimieren. Ähnliche Eigenschaften werden auch Sonys Konsole zugeschrieben, wenngleich diese noch nicht bestätigt wurden.

Um die Performance-Pattsituation aufzulösen, müssen also andere Argumente her, die zaudernde Kunden von der Investition in die nächste Hardware-Generation überzeugen sollen. Wie eine lückenlose Abwärtskompatibilität etwa. Oder aber auch neue, innovative Controller-Features - eine Domäne, die bislang Nintendo beherrschte.

Nun scheint es aber so, als ob Sony in diesem Bereich das nächste große Ding aus dem Hut zaubern könnte. Zumindest dann, wenn man ein neues Patent des Konzerns heranzieht, das gerade aufgetaucht ist: Das kündet von einer neuartigen "Bio-Feedback"-Funktion. Die unteren Ausläufer der DualShock-5-Griffe sind offenbar darauf ausgelegt, nasse Handflächen des Spielers zu registrieren.

Starkes Schwitzen und ein beschleunigter Puls sind in der Regel ein Zeichen von Angst, Aufregung und Stress. Die Konsole könnte diese Information verwenden, um beispielsweise schreckhafte Gamer in einem Horror-Titel erst recht mit fiesen Schock-Effekten zu traktieren - und so das Spielerlebnis intensivieren. In Frustsituationen wiederum könnte das System automatisch den Schwierigkeitsgrad senken oder Hilfestellungen anbieten.

Das Patent stellt zudem in Aussicht, dass sich der erhöhte Stressfaktor auch in der Beleuchtung des Controllers zeigen könnte. Man stelle sich nur ein LED-Flackern in der Herzfrequenz des Spielers vor!

Nicht ganz am Puls der Zeit

Ganz neu ist die Idee nicht: Bereits 2009 plante Nintendo die Veröffentlichung eines Herzfrequenz-Messers für die Wii - allerdings verschwand das locker für 2010 angekündigte Projekt lautlos in der Versenkung, bevor man dann 2013 offiziell die Einstellung bestätigte. Das gleiche Schicksal ereilte Ubisofts Projekt "The Energy".

Inzwischen ist Pulsmessung per Controller übrigens tatsächlich möglich: Wer Nintendos digitalen Fitness-Parcours "Ring Fit Adventure" beschreitet, der darf nach einer Übungseinheit den Zeigefinger auf eine Seite des Joy-Cons legen - dann verrät ihm das Spiel, wie es um seine Herzfrequenz bestellt ist. Daraus kann dann der passende Rückschluss gezogen werden - wie "Weiter so!" oder "Du brauchst eine Pause!"