Mehr Service, weniger Story: So wird "Dragon Age 4

Bioware wollte mehr Story, Hersteller Electronic Arts mehr Service-Game: die dramatische Entwicklungsgeschichte von "Dragon Age 4".

Wer auf eine baldige Fortsetzung zum 2014 veröffentlichten "Dragon Age: Inquisition" hofft, dürfte jetzt enttäuscht reagieren: Zwar haben Publisher Electronic Arts und das Studio Bioware die Arbeit an einem Nachfolger inzwischen bestätigt, aber die dürfte vermutlich noch nicht all zu weit gediehen sein.

Laut einem Bericht auf Kotaku.com habe sich das Studio zwar unmittelbar nach dem Release von "Inquisition" an die Entwicklung eines vierten Teils gemacht, aber der wurde nach zwei Jahren Arbeit kurzerhand eingestampft. Schuld gewesen sind wohl die Bestrebungen von Publisher Electronic Arts, möglichst all seine potenziellen Blockbuster-Titel nach dem Service-Modell zu veröffentlichen. Gemeint sind damit Games, die den Kunden durch die schiere Größe ihrer Spielwelt sowie regelmäßige Inhalts-Updates möglichst lange an sich binden, während der Hersteller mithilfe von Mikro-Transaktionen zusätzliche Einnahmen generiert.

"Dragon Age 4" wäre aber - anders als "Inquisition" - auf eine vergleichsweise erzählerisch geprägte Erfahrung hinausgelaufen. Das angeblich im Magier-Reich Tevinter angesiedelte Abenteuer hätte vor allem auf sich komplex verzweigende Entscheidungs-Situationen und dafür weniger auf stumpfe Sammelaufgaben gesetzt. Electronic Arts war das scheinbar nicht Recht - und hat stattdessen ein Gros des Teams abgezogen, um bei den problembehafteten Entwicklungen von "Mass Effect Andromeda" sowie "Anthem" auszuhelfen". Danach hat man wohl wieder damit angefangen, an einem neuen "Dragon Age" zu bauen - aber wie viele Elemente es aus der ursprünglichen in die neue Entwicklung geschafft haben, ist unbekannt. Ebenso wie ein möglicher Release-Termin für den neuen Teil.

DRAGON AGE™: INQUISITION Launch Trailer – A Wonderful World