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Milliarden-Übernahme: Tencent kauft "Sackboy"-Macher

Tech-Gigant Tencent ist weiter auf Einkaufstour: Die Übernahme des deutschen Entwicklers CryTek für 300 Millionen Euro ist bislang nur ein Gerücht, der Kauf von "Sackboy"-Entwickler Sumo Digital dagegen beschlossene Sache. Über eine Milliarde Euro wird der chinesische Konzern wohl bezahlen.

Keine Firma auf diesem Planeten verdient wohl mehr Geld mit Videospielen als Tencent - und dennoch: Würde man Gamer hierzulande befragen, wer die umsatzstärksten Spielepublisher der Welt sind, würden sie vermutlich EA, Activision, Ubisoft oder Microsoft Xbox zuerst nennen.

Die chinesische Hightech-Firma hat sich in den letzten Jahren zur heimlichen Supermacht der Branche entwickelt, macht mehr Umsatz als die aufgeführten vermeintlichen Platzhirsche zusammen und drängt zunehmend auf den westlichen Markt - mithilfe populärer eSports-Titel, aber auch durch gezielte Übernahmen.

Tencent hat sich bereits bei mehreren Studios und Publishern eingekauft und ist im einstelligen Prozentbereich an Remedy Entertainment ("Control"), Paradox Interactive, ActivisionBlizzard und Ubisoft beteiligt. Von Epic Games ("Fortnite") besitzt das Internet-Unternehmen aus Shenzhen ganze 43 Prozent. Und mehrheitlich bis komplett gehören die Entwicklerteams Yager aus Berlin, Klei Entertainment ("Don't Starve"), Supercell ("Clash of Clans"), Grinding Gear Games ("Path of Exile"), Riot Games ("League of Legends", "Valorant"), Funcom ("Conan Exiles") und Digital Extremes ("Warframe") zu Tencents Games-Imperium, das offenbar weiter wachsen soll.

Nachdem vor wenigen Tagen das Gerücht die Runde gemacht hatte, dass das chinesische Unternehmen großes Interesse am deutschen Entwickler CryTek habe, meldete man anderer Stelle bereits Vollzug: Laut einem "Reuters"-Bericht hat Tencent für rund 1,1 Milliarden Euro den britischen Entwickler Sumo Digital vollständig übernommen. Bislang hielt man knapp neun Prozent. Das Studio ist vor allem für seine gelungenen Auftragsarbeiten im Rahmen von Sonys "Sackboy"-Reihe bekannt und bewies zuletzt mit "Hood: Outlaws & Legends" für Focus Home Interactive ein etwas weniger glückliches Händchen. Sumo beschäftigt rund 1.200 Personen in 14 Niederlassungen in fünf Ländern.



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