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Nur noch wenige Stunden pro Woche: China schränkt Gaming von Jugendlichen knallhart ein

Um die grassierende Videospiel-Sucht im Land zu bekämpfen, erlässt die chinesische Regulierungsbehörde ein knallhartes Regelwerk. Demnach dürfen Jugendliche nur noch drei Stunden pro Woche online spielen - Ausnahmen gibt's an Feiertagen.

Gaming wird in China seit geraumer Zeit vom Staat streng reguliert, um die "körperliche und geistige Gesundheit" von Jugendlichen zu schützen und die grassierende Sucht nach dem "geistigen Opium" einzudämmen. Aus diesem Grund müssen sich alle Nutzer und Nutzerinnen bereits seit Jahren mit ihrer Personalausweisnummer für den Zugang zu Online-Titeln registrieren.

Der chinesische IT-Konzern Tencent ging - auch um Strafzahlungen zu vermeiden - bereits im Juli einen Schritt weiter und implementierte in über 60 seiner Mobile-Games ("Call of Duty: Mobile", "PUGB Mobile") ein Überwachungssystem, das die in Smartphones verbaute Gesichtserkennung nutzt, um den aktiven Nutzer mit einer staatlichen Datenbank abzugleichen. So sollten Minderjährige zwischen 22 Uhr und 8 Uhr morgens vom exzessiven Spielen abgehalten werden.

Drei Stunden pro Woche

Nun ergreift die chinesische Regierung noch drastischere Maßnahmen: Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, hat die Regulierungsbehörde Anbieter von Online-Games dazu verpflichtet, die Nutzungszeiten von Jugendlichen auf drei Stunden pro Woche zu reduzieren. Demnach darf nur noch von Freitag bis Sonntag, von jeweils 20 Uhr bis 21 Uhr, gezockt werden. Eine Extra-Stunde gibt's allenfalls an chinesischen Feiertagen.

Lehrer und Ärzte beklagen sich schon lange über nachlassende Sehfähigkeit der Kinder, schlechtere Schulleistungen und mangelnde körperliche Betätigung. Machthaber Xi Jinping (68) erhöhte zuletzt den Druck auf die Behörden, indem er ebenfalls zuletzt vor den Gefahren der Spielsucht bei Jugendlichen warnte.