Pay to win in "Fallout 76": Bethesda tritt ins nächste Fettnäpfchen

Und wieder Ärger mit "Fallout 76": Bethesdas Krisen-gebeuteltes MMO soll jetzt Mikro-Transaktionen mit "Pay to win"-Charakter bekommen. Ergebnis: der nächste User-Shitstorm.

Der Start von Bethesdas postapokalyptischem MMO "Fallout 76" Ende 2018 war alles andere als glanzvoll. Zeitweise hat die massive Kritik an den Spielmechanismen und Bugs in dem Online-Rollenspiel sogar dafür gesorgt, dass sich der Hersteller dazu gezwungen sah, den Vollpreis-Titel nur wenige Wochen nach Start bereits zum Vorzugspreis anzubieten.

Während der letzten Monate hat sich "Fallout 76" einigermaßen erholt und so etwas wie eine treue Community aufgebaut - aber mit der verscherzt es sich der Hersteller gerade massiv. Grund der Aufregung: Anders als ursprünglich versprochen, führt man jetzt jene Ingame-Käufe ins Spiel ein, die nicht rein kosmetischer Natur sind, sondern die sich massiv auf das spielerische Gleichgewicht auswirken. Gemeint sind mächtige Reparatur-Kits: Die sollen bald in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich sein und beschädigte Gegenstände wieder auf 100 oder sogar 150 Prozent Zustand bringen - und das ohne den Einsatz der sonst wichtigen Rohstoffe.

Weil sich diese Reparatur-Kits nicht nur gegen die Ingame-Währung "Atom", sondern auch für echte Euro erstehen lassen, läuft die Community gerade Sturm - vor allem, weil man sich darum sorgt, dass auf die Reparatur-Kits noch mehr unfaire Mikro-Transaktionen folgen könnten.

Fallout 76 – Live-Action-Trailer