Pixel-Veteranen: Die Zahl der Silver Gamer steigt, das Durchschnittsalter auch

Gamesbranche Dass Videospiele nur etwas für junge Menschen sind, ist längst als Klischee entlarvt. Wie hoch der Anteil der "Silver Gamer" ist, überrascht jedoch. Auch das Durchschnittsalter der Spieler erreicht ein Rekordhoch.

Welche Atlersgruppen verbringen wie viel Zeit mit Spielen für Smartphone, PC und Konsole? Dieser Frage ging der deutsche Branchenverband Game nach. Als Ausgangsmaterial für die eigenen Berechnungen dienten Daten des Consumer Panel Services GfK (CPS GfK) aus einer repräsentativen laufenden Befragung von 25.000 Konsumenten zu deren Einkaufs- und Nutzungsgewohnheiten in Bezug auf digitale Spiele. Die Ergebnisse halten mehrere Überraschungen parat.

So ist zum ersten Mal das Durchschnittsalter der Spieler und Spielerinnen in Deutschland auf 38,2 Jahre gestiegen. Vor zehn Jahren lag es noch bei 33,6 Jahren. Ein Trend der letzten Jahre setzt sich ebenfalls fort: Der Anteil der Spielenden im Alter ab 60 Jahren steigt kontinuierlich.

Game-Geschäftsführer Felix Falk erklärt, die Anzahl sogenannter "Silver Gamer" im Alter ab 60 Jahren sei binnen eines Jahres "um die Einwohnerzahl von Münster gestiegen". Konkret heißt das: Durch ein Plus an etwa 300.000 Gaming-(Wieder-)Einsteigern ist die Gruppe der Pixel-Senioren auf rund 6,4 Millionen Menschen angewachsen.

Entlarvtes Klischee: Gaming ist kein Jungs-Ding

Einer der Hauptgründe, die der Verband der deutschen Games-Branche für den Anstieg der "Silver Gamer" sieht: Viele, die in den 80er- und 90er-Jahren mit Videospielen aufgewachsen sind, blieben diesem Hobby auch im Erwachsenenalter treu. Offen bleibt in der Untersuchung des Game-Verbandes, inwieweit die Verbreitung von Smartphones die Zielgruppe auch der älteren Spieler erweitert hat - schließlich stehen durch die Allgegenwärtigkeit der Mobilgeräte auch Spiele leichter denn je und zu jeder Zeit zur Verfügung.

Noch ein Klischee konnte die Untersuchung des Branchenverbandes widerlegen: Noch immer gehen manche Laien davon aus, dass Gaming eher eine Männderdomäne sei. Die nüchternen Zahlen sprechen eine andere Sprache: Das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Spielern ist fast gleich - mit 52 zu 48 Prozent.

Mehr als drei Viertel der Spielerinnen und Spieler in Deutschland sind laut der Untersuchung mindestens 18 Jahre alt. Insgesamt spielen laut Game-Verband etwa 58 Prozent der 6- bis 69-jährigen Menschen in Deutschland Videospiele - wobei hier nicht unterschieden wird zwischen regelmäßigen Zockern und Gelegenheitsspielern.

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