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"Pokimane" weiß: Darum spenden "Normalos" weiterhin an Streaming-Millionäre

Viele Streamer und Streamerinnen auf Twitch sind mittlerweile Millionäre - und nehmen dennoch weiterhin von "Normalos" Spenden an. Eine der erfolgreichsten Frauen auf Twitch verrät nun, warum das so ist.

Sie ist 25, hat Augen wie eine Manga-Figur und gilt als die erfolgreichste Streamerin auf Twitch: Imane "Pokimane" Anys zählt über acht Millionen Follower auf der Amazon-Plattform, hinzukommen 5,9 Millionen Fans auf Instagram und über 6 Millionen Youtube-Abonnenten. Über das monatliche Einkommen der Kanadierin mit marrokanischen Wurzeln gibt es allenfalls vage Schätzungen, klar dürfte aber sein: Wer in dieser Streaming-Liga (online) spielt, hat keine Geldsorgen mehr.

Neben lukrativen Produktplatzierungen und Werbeeinnahmen durch millionenfache Videoaufrufe bekommen die Streamer-Stars kurioserweise allerdings auch noch jede Menge Zuwendungen von Fans in Form von regelmäßigen Spenden. Was "Normalos" veranlasst, den Streamern ihr Geld zu geben, erklärte jüngst "Pokimane" als Reaktion auf einen Forenbeitrag. Das sei mit Logik nicht immer zu erklären, führt sie aus - was generell das Thema "Geld ausgeben" betrifft.

"Je reicher jemand wird, desto wertvoller ist es, dessen Aufmerksamkeit zu erlangen"

"Die Leute fragen sich nicht: Wie sehr braucht die Person mein Geld? Leute spenden, weil sie die Aufmerksamkeit von jemandem haben wollen. Und je reicher jemand wird, desto wertvoller ist es, dessen Aufmerksamkeit zu erlangen."

"Pokimane" selbst hatte Ende 2020 angekündigt, dass Zuschauer ihr fortan nur noch maximal 5 Dollar über Twitch spenden könnten. Sie brauche mehr Geld einfach nicht. Stattdessen forderte sie auf, kleinere Kanäle zu sponsern oder es wohltätigen Zwecken zukommen zu lassen.

Damals bekam sie teils regen Zuspruch von anderen Streamer-Stars wie Tyler1, den es "tierisch nerve", sich jedes Mal "übertrieben freuen müsse", wenn ihm ein Typ 100 Dollar spende. Gleichzeitig fühle er sich wie ein Arsch, wenn sich nicht überschwänglich bedanken würde. Andere würden jedoch weiterhin Freude und Dankbarkeit vorgaukeln, so "Pokimane", weil sie wüssten, "wie das Spiel nun einmal läuft".