Schwere Vorwürfe gegen Internet-Star: Nun meldet sich Dr Disrespect selbst zu Wort

Dr Disrespect Der Twitch-Ban der Internet-Größe Dr Disrespect liegt bereits vier Jahre zurück. Doch erst kommen die Hintergründe ans Licht. Nun äußert sich der Streamer selbst zu den schweren Vorwürfen, die ehemalige Mitarbeiter der Streaming-Plattform gegen ihn erheben.

Eine kontroverse Internet-Persönlichkeit war Guy Beahm alias Dr Disrespect schon immer, doch 2020 ging er aus der Sicht von Twitch zu weit und wurde mit einem permanenten Bann bestraft. Über die Gründe schwiegen sich beide Seiten aus. Vor Kurzem meldete sich jedoch ein ehemaliger Mitarbeiter der Streaming-Plattform zu Wort und postete auf X eine Behauptung, die hohe Wellen schlug.

"Sexting mit einer Minderjährigen" wäre der Grund für die Verbannung aus Twitch gewesen, behauptete der ehemalige Mitarbeiter. Diesen Vorwürfen ging nun auch die Spieleschmiede Midnight Society auf den Grund. Man habe sich mit Parteien ausgetauscht, die involviert waren und letztlich den Schluss gezogen, die Zusammenarbeit mit Guy Beahm - alias Dr Disrespect - zu beenden, hieß es. Besonders brisant: Dr Disrespect war Mitgründer des Studios. Auch der Gaming-Headset-Hersteller Turtle Beach beendete die Zusammenarbeit mit der Gaming-Größe.

Jetzt meldet sich der Streamer selbst zu Wort, um seine Sicht der Dinge darzustellen.

"Das war mein Fehler als ein Erwachsener, als ein Ehemann und als ein Vater"

Dr Disrespect brach sein Schweigen über jenen Vorfall, der sich bereits 2017 ereignet und 2020 zu seinem Ban geführt haben soll. Was damals genau geschah, war bislang ein Mysterium, zu dem beide Parteien bis vor Kurzem schwiegen.

Guy Beahm (Dr Disrespect) gab den Vorfall in seinem aktuellen Statement auf X (ehemals Twitter) am Dienstag, dem 25. Juni zwar zu, doch mit Einschränkungen. Es hätten "keine realen Absichten hinter den Nachrichten" gesteckt und es wäre nichts Illegales passiert. "Keine Fotos wurden ausgetauscht, keine Verbrechen begangen und ich habe das Individuum nie getroffen", schreibt er.

Als Grund für sein bisheriges Schweigen gab er an, dass er rechtlich gebunden sei, sich nicht zu den Geschehnissen zu äußern. Erst die Behauptungen zweier ehemaliger Twitch-Mitarbeiter und deren mediale Aufarbeitung hätten ihm erlaubt, seine "Seite der Story" zu erklären. Dr Disrespect räumt ein, dass der Austausch sich bisweilen "zu weit in die Richtung der Unangemessenheit gelehnt hätte, aber nicht mehr".

Obwohl der Streamer betont, dass keine juristischen Ermittlungen gegen ihn angestrebt wurden, gibt er zu, dass er diese Gespräche nicht hätte führen sollen: "Das war mein Fehler als ein Erwachsener, als ein Ehemann und als ein Vater ... Das war dumm." Dennoch schießt er auch gegen den öffentlichen Umgang mit seinem Fehler: "Social Media ist eine Zerstörungszone. Ich bin kein verdammter Sexualstraftäter oder Pädophiler! Willst du mich veräppeln?!"

Er würde nun eine längere Auszeit gemeinsam mit seiner Familie nehmen "und zurück kommen ohne eine schwere Last auf meinen Schultern", schließt der Post.

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