Sexismus-Vorwürfe: Twitch-Sperre für Deutschlands reichweitenstärksten Streamer

Sendepause für MontanaBlack. Twitch sperrte den deutschen Star-Streamer für einen Monat. Er hatte vor laufender Kamera Frauen erniedrigt.

Er ist Deutschlands erfolgreichster Twitcher: Über drei Millionen Fans folgen dem Buxtehuder Internetstar Marcel Eris alias MontanaBlack allein dort. Nun wurde er von der Videoplattform, die zum Amazon-Konzern gehört, für einen Monat gesperrt. Der Grund: Sexismus.

Während seines Malta-Urlaubs hatte der 32-Jährige unter anderem Videos gestreamt, wie er mit laufender Kamera durch die Stadt ging und dabei das Aussehen von Frauen mit Grunzlauten kommentierte oder sich abfällig über andere Passanten äußerte.

Als ein Shitstorm über ihn hereinbrach, erklärte Eris zunächst auf Twitter: "In dem Moment war's halt 'lustig' und niemand sollte oder wurde dadurch 'belästigt' aus meiner Wahrnehmung in dem Moment". Er räumte ein, sich falsch verhalten zu haben.

"Mein dummes und fragwürdiges Verhalten"

Nun folgte die Sperre durch Twitch, wie MontanaBlack selbst verkündete. "33 Tage Pause ist die Resonanz auf mein dummes und fragwürdiges Verhalten seitens Twitch", twitterte er. Er werde sein Verhalten reflektieren und sich in Zukunft in vergleichbaren Situationen anders benehmen. Oder wie er es formuliert: "Flog in den Urlaub um sich zu erholen,kommt mit 33 Tage TWITCH ban zurück. Ist das peinlich Digga."

Bereits 2018 war Eris schon einmal von Twitch gesperrt worden - damals wegen eines rassistischen Wortspiels. 2019 fiel er wegen sexistischer Ausdrücke während eines Livestreams auf, für die er sich später ebenfalls entschuldigte.