"Star Citizen": Neue Rekordmarken und große Pläne für 2023

Gaming Chris Roberts, kreativer Kopf hinter der All(es)-Simulation "Star Citizen", veröffentlichte zum Jahresende Finanzdaten und Spielerzahlen. Diese belegen, wie stark die SciFi-MMO-Marke wächst. Außerdem zeigt die Roadmap für 2023 große Pläne auf.

Es ist längst zum Runnig Gag geworden: Seit nunmehr fast zehn Jahren fragen sich Fans und Sponsoren von Chris Roberts' ambitionierter bis größenwahnsinniger All(es)-Simulation "Star Citizen", ob und wann sie final abheben wird. Oder ob das Ganze womöglich zum teuersten Crowdfunding-Fiasko der Spielehistorie werden wird. Irre: Mittlerweile sind über 500 Millionen Spenden-Dollar in die Entwicklung und den Ausbau des Teams von Cloud Imperium Games geflossen. Offiziell steckt das Projekt aber immer noch im Alpha-Status.

Zum Jahresende wandte sich Roberts auf robertsspaceindustries.com in einem offenen Brief an Fans, Investoren und Kritiker. 2022 habe das Game demnach neue Rekordzahlen erreicht: Die Zahl der monatlich aktiven User habe bei zirka 240.000 Spielern gelegen - ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt loggten sich 2022 auf den "Star Citizen"-Servern über eine Million Spieler ein und spielten über 46 Millionen Stunden. Das stellt ein Wachstum von 50 Prozent gegenüber 2021 dar und und eine Verdopplung der Spielerzahlen im Vergleich zu 2019.

Die Einnahmen von 2021 lagen laut Roberts bei etwa 100,1 Millionen US-Dollar. 2020 waren es 88,1 Millionen. Gewinn machte "Star Citizen" vor allem mit neuen Spielern, die Start-Pakete kauften, um Zugang zur Alpha zu bekommen. Auch Ingame-Käufe von Schiffen und anderen Objekten erwiesen sich als lukrativ. Ende 2022 arbeiteten 861 Personen weltweit für Chris Roberts, um "Star Citizen" weiter wachsen zu lassen - darunter auch in Frankfurt.

Große Pläne für 2023

Das Wachstum von "Star Citizen" zeigt sich nicht nur in der Rückschau, sondern auch beim Blick nach vorn. Zu den großen Plänen für 2023 zählt die Einführung eines Key-Features: dem Persistent Entity Streaming, kurz PES. Diese Besonderheit des SciFi-MMOs soll bereits im Januar eingeführt werden - im Rahmen des Patch 3.18. Wenn die letzte Ausbaustufe erreicht ist, soll "Star Citizen" anders als andere Spiele ein tatsächlich dauerhaftes Universum bieten, in dem von Spielern zurückgelassene Gegenstände auch jederzeit später an der gleichen Stelle wiedergefunden werden können, sofern keine anderen Gamer diese Objekte entfernt oder zerstört haben. Stück für Stück soll diese Vision bis Ende 2023 Wirklichkeit werden. Nicht nur ein spektakuläres Alleinstellungsmerkmal, sondern auch technisch herausfordernd, denn der aktuelle Status der Galaxie muss dafür bis ins letzte Detail permanent in der Cloud gespeichert werden. Der Vorteil laut Chris Roberts: Die Daten wären sicher, selbst wenn der Client abstürzen würde.

Ebenfalls soll es bis Ende des Jahres weitere technische Elemente geben, die vor allem für mit zahlreichen Hollywood-Schauspielerin besetzte Einzelspielerkampagne "Squadron 42" konzipiert wurden. Kleinere Neuerungen für 2023 sind ein neues Iten-Ressourcensystem, Kopfgeldjagd mit einem vollständigen Verfolgungsystem, dauerhafte Hangar mit Frachtaufzügen, verbessertes Interaktionssystem, FPS-Scanning, neue Sternenkarte und verbesserte Kampf-KI.

Außerdem soll es mehrere Events für die Community geben. Zum einen kleinere Treffen namens Bar Citizen als auch ein großes Event: die Citizen Con in Los Angeles. Insider vermuten einen Termin um Umfeld der Spielemesse E3 im Juni.

 BLICK ins Postfach? Abonniert unseren Newsletter!