Steam bald nur noch die Nummer 2? Epic-Game-Store weiter auf dem Vormarsch

Mit seinem eigenen digitalen Store greift "Fortnite"-Hersteller Epic schon seit einigen Monaten aggressiv die etablierte Games-Plattform Steam an. Jetzt kündigt man neue Features an, die den Marktführer ins Wanken bringen könnten.

Dank "Fortnite" und vieler attraktiver Exklusiv-Deals hat Epics Game-Store einen Lauf und ist schon jetzt dabei, dem digitalen Vertriebs-Platzhirsch Steam Konkurrenz zu machen. Allerdings ist längst nicht jeder mit der Plattform zufrieden, denn Epics Shopping-Oberfläche lässt noch viele Features vermissen, die für PC- und auch Konsolen-Gamer längst selbstverständlich sind. Deshalb hat der Betreiber schon vor einiger Zeit Besserung gelobt - und eine "Roadmap" veröffentlicht, die einen Ausblick auf Updates und weitere Features gibt.

So will man den Store noch diesen Juli mit dem längst überfälligen Feature für Cloud-Saves füttern, ebenfalls diesen Monat sollen Optimierungen für die Spiele-Bibliothek und den Offline-Modus der Plattform folgen. Eine Anpassung der Installationsgrößen wiederum betrifft erstmal wohl nur die Spiele von Hersteller Ubisoft, der sich mit "The Division 2" von Steam getrennt hat. Etwas länger muss offenbar warten, wer auf Wunschlisten, User-Tests beziehungsweise Mod-Support schielt oder in anderen als den bisher möglichen Währungen zahlen möchte. Diese Ergänzungen gehören scheinbar zur mittel- bis längerfristigen Planung des Unternehmens und könnten sich in vier bis sechs Monaten zum Leistungskatalog des Online-Shops gesellen. Noch länger dauert es vermutlich, bis Epic Achievements integriert hat.

Ebenfalls nett: Epic-Store-Kunden schenkt der Betreiber aktuell das Action-RPG "Torchlight", ab dem 18. Juli folgt eine kostenlose Fassung des kultigen Indie-Jump&Runs "Limbo". Tatsächlich will Epic bis Jahresende jede Woche einen anderen Gratis-PC-Titel unters spielende Volk werfen - vorausgesetzt natürlich, man ein entsprechendes Store-Konto. Mit Aktionen wie diesen möchte der Hersteller wohl allmählich die Vormachtstellung von Steam brechen. Allerdings wächst durch die zunehmende Angleichung an das Feature-Angebot des Noch-Marktführers das Risiko, dass man auf Dauer auch dessen Fehler wiederholt. Schon jetzt geben User an, dass sie keinen zweiten Steam-Store benötigen.