Valve künftig ohne HTC? Steam-Betreiber plant eigenes VR-Headset

Ein größeres Sichtfeld, eingebaute Sensor-Kameras und ein Regler für den Linsen-Abstand: Valve scheint einen VR-Headset-Alleingang ohne HTC zu planen - und das Produkt könnte luxuriös werden.

Dank der Zusammenarbeit mit dem asiatischen Technologie-Riesen HTC hat Valve seit 2015 eines der drei erfolgreichsten Premium-Headsets für die Virtuelle Realität im Programm - die "HTC Vive". Jetzt verdichten sich allerdings Hinweise darauf, dass Valve schon ab Mai einen VR-Alleingang anstreben könnte.

Eine entsprechende Website der Firma bildet eine mit "Valve Index" betitelte VR-Brille ab - darunter sind der Hinweis "Upgrade your Experience" und der Termin "Mai 2019" zu finden. Weiterhin sind ins Gerät eingelassene Kameras zu erkennen, ein mögliches Indiz dafür, dass die "Index" ebenso wie das neue "Oculus Rift"-Modell "Inside-out-Tracking" beherrscht. Demnach würde die Brille zur Bestimmung der Gamer-Position im Raum keine externen Sensoren beziehungsweise Kameras benötigen. Außerdem ist ein Schiebe-Regler zu erkennen, der vermutlich für die Anpassung des Linsen-Abstands genutzt wird. Ein Feature, das der neuen Rift zu fehlen scheint, das aber gerade für Nutzer mit engerem Augenabstand wichtig ist.

Was es sonst mit dem Projekt auf sich hat, ist rein spekulativ: Schon Ende letzten Jahres machten Gerüchte die Runde, nach denen Valve an einem eigenen Headset arbeite. Außerdem solle die neue VR-Brille statt der üblichen 100 Grad ein Sichtfeld von stattlichen 135 Grad bieten. Warum oder ob man sich von dem bisherigen Partner HTC trennt, ist unbekannt. Auffällig ist allerdings, dass sich HTC selber in Bezug auf sein VR-Produkt in letzter Zeit äußerst zurückhaltend zeigte. Gut möglich also, dass dem Konzern der Markt noch zu klein ist und man sich deshalb längerfristig wieder aus dem Segment zurückziehen möchte.

Introducing Oculus Rift S