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Valve macht mobil: PC-Handheld Steam Deck im Switch-Design angekündigt

Valve plant Großes. Oder vielmehr etwas Kleines: Das Unternehmen hinter Spielen wie "Half-Life" und der Vertriebsplattform Steam kündigte mit dem "Steam Deck" selbstbewusst "den leistungsstärksten und umfangreichsten Handheld-Gaming-PC der Welt" im Switch-Design an.

Nicht wenige Unternehmen haben in der Vergangenheit eine Vision für einen Switch-ähnlichen mobilen Gaming-PC entwickelt - doch Valve setzt sie um. Der Betreiber der digitalen Vertriebsplattform Steam kündigte mit dem "Steam Deck" ein tragbares Gerät an, das nahezu die gesamte Online-Bibliothek wiedergeben und alle Steam-Funktionalitäten bieten soll.

Zum Release im Dezember werden drei verschiedene Modelle des laut Valve "leistungsstärksten und umfangreichsten Handheld-Gaming-PC der Welt" zur Auswahl stehen, die sich in erster Linie durch ihre Speichergröße unterscheiden: Die mit einem Preis von 419 Euro günstigste Variante bietet demnach nur 64 GB eMMC-Speicher (PCIe Gen 2). Für 549 Euro gibt es bereits eine 256 GB große (und deutlich schnellere) NVMe-PCIe-Gen-3-×4-SSD (sowie eine Tragetasche). Die Top-Version für 679 Euro bietet eine Hochgeschwindigkeits-NVMe-SSD mit 512 GB Speicher sowie ein entspiegeltes Display, eine "exklusive" Tragetasche und weitere kleine Gimmicks.

Gleich ist in allen Modellen der verbaute Chip-Satz. Das Steam Deck entstand laut Valve in Zusammenarbeit mit AMD und basiert auf der Zen2/RDNA2-Architektur, die auch in PS5 und Xbox Series X/S zum Einsatz kommt. Allerdings wurde die Hardware für den Einsatz im Steam Deck deutlich abgespeckt. Während die Vier-Kern-CPU bis 3,5 GHz taktet, kommt der Grafikchip mit seinen gerade einmal 8 CUs auf eine Rechenleistung von etwa 1,6 Teraflops - etwas mehr als eine "normale" Xbox One (1,3 Teraflops), aber deutlich weniger als eine Xbox One Series X, die 12 Teraflops schafft. Als Arbeitsspeicher dienen 16 GB LPDDR5-RAM.

Der Slogan "Die höchste Spielleistung, die Sie je in den Händen gehalten haben" mag mit Blick auf Apples iPad Pro mit M1-Prozessor etwas hoch gegriffen sein. Allerdings dürfte die Performance völlig ausreichen, zumal die Spiele "nur" in einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixel auf dem 7 Zoll großen und mit 60 Hz laufenden Touchscreen wiedergegeben werden. Der verbaute 40-Wattstunden-Akku soll laut Valve 2 bis 8 Stunden Gameplay ermöglichen. Als Betriebssystem setzt Valve auf das selbst entwickelte SteamOS 3.0.

Anschlüsse, Buttons und Trackpads satt

Geladen wird der mit äußerst vielen Steuerungselementen und Bewegungssensoren ausgestattete Handheld (auf der Front gibt es neben Analogsticks zusätzlich zwei Mini-Trackpads, auf der Rückseite warten vier weitere zuweisbare Tasten) über eine USB-C-Buchse. Diese kann auch zum Anschluss von weiteren Peripheriegeräten wie Tastatur, Maus und Monitor genutzt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den integrierten Speicher über einen micro-SD-Karten-Slot zu erweitern. Für Drahtlosverbindungen stehen Bluetooth 5.0 und WLAN (IEEE 802.11 a/b/g/n/ac) zur Verfügung.

Ergänzend dazu bietet Valve eine offizielle Dockingstation mit DisplayPort-1.4-, HDMI-2.0-, Ethernet- sowie USB-3.1- und USB-2.0-Anschlüssen an, mit der sich das "Steam Deck" auch im stationären Betrieb nutzen lässt.

Vorbestellungen sind ab 16. Juli, 19 Uhr, möglich. Die Reservierung kostet 4 Euro.



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