"Visuelles Meistwerk, aber ...": Die ersten Stimmen zu "Senua's Saga: Hellblade 2"

Senua's Saga: Hellblade 2 Die ersten Tests zu "Senua's Saga: Hellblade 2" zeigen: Optisch beeindruckt das Action-Adventure über alle Maßen. Sogar vom "schönsten Spiel aller Zeiten" ist die Rede. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten ...

Sie steht am Rande des Wahnsinns, ist von Selbstzweifeln geplagt und eine der interessantesten Spielfiguren der Games-Welt: die keltische Kriegerin Senua. Das ehemalige Indie-Studio Ninja Theory gehört seit 2018 zu Microsoft und darf seine Kreativität in "Hellblade 2: Senua's Saga" mit deutlich mehr Budget ausleben. Am 21. Mai erscheint der Unreal-Engine-5-Titel exklusiv auf PC und Xbox. Und die die ersten Stimmen stellen - wie im Vorfeld - vor allem die optische Umsetzung in den Vordergrund.

Das deutschsprachige Medium "PCGames.de" stellt die Frage, ob es sich bei "Senua's Saga: Hellblade II" um "das schönste Spiel aller Zeiten" handelt und schwärmt von einem "audiovisuellen Meisterwerk". Gelobt wird unter anderem die Weitsicht und der Detailgrad von Kulissen und Rüstungen. Die Mikroexpressionen der Gesichter sind laut Test "nahezu lebensecht". Auch das Storytelling sei herausragend. Abstriche müsse man lediglich im Gameplay hinnehmen, das wenig komplex sei, so das Fazit. Insgesamt vergibt die Redaktion als Wertung 9/10.

"XboxDynasty.de" kürzt das USK-18-Abenteuer zu einem "mythischen Meilenstein" zusammen. Auch hier ist man beeindruckt von der visuellen Umsetzung mithilfe der Unreal Engine 5, sowohl was die fotorealistische Umsetzung der Landschaften Islands angeht als auch das Motion- und Performance-Capturing. Das immersive Sounddesign gefiel den Testern ebenfalls. "XboxDynasty" sieht "Senua's Saga - Hellblade 2" als einen "heißen Kandidaten" für das Spiel des Jahres. Als Schönheitsflecken erwähnt werden die Begrenzung der Bildwiederholungsrate auf 30 fps, gelegentliche Grafikfehler bei Kameraschwenks und seltene Asynchronität in der englischen Sprachausgabe. Die Wertung: 9,5.

"GamePro.de" ist ebenfalls begeistert von der inszenatorischen und audiovisuellen Umsetzung, die als "überragend" und "absolute Wucht" beschrieben wird. Unter anderem werden die Licht- und Partikeleffekte erwähnt, die die "ziemlich düstere Geschichte" kontrastieren. Kritisiert wird im Test dagegen die Story von "Senua's Saga: Hellblade 2". Nach einem starken Beginn würde diese nachlassen. Bemängelt wird unter anderem "das ziemlich abrupte Ende". Zudem wären die Sidekicks "enttäuschend blass". Auch die Spielmechaniken wären "sehr überschaubar" und das Geschehen "sehr linear". Die Wertung: 78 von 100.

Internationale Stimmen

Auf der internationalen Meinungs- und Kritiken-Sammelseite "Metacritic" erzielt "Senua's Saga: Hellblade 2" aktuell einen Score von 81. "GamesRadar+" vergibt sogar 100 Punkte und kommt aus dem Schwärmen gar nicht heraus: Das Action-Game sei eine "atemberaubende Leistung in Videospiel-Kunst" und würde seine schweren Themen (gemeint sind vor allem die psychischen Probleme der Protagonistin) "mit gut geschliffener Empathie umarmen". Auch der "mutige kreative Schnitt" wird erwähnt. Das Ergebnis sei ein "unvergessliches narratives Abenteuer-Erlebnis".

Auch "Eurogamer" vergibt die höchste Punktzahl von 100. "Hellblade 2 setzt die Geschichte von Senua mit Anmut, Vertrauen, überraschender Brutalität und donnernder Überzeugung fort", so das Fazit.

"Windows Central" vergibt 90 Punkte. Ein Spiel wie "Senua's Saga: Hellblade 2" könne in den Augen der Redaktion "nur das Ergebnis von Jahren an Leidenschaft und Talent sein". Das Spiel würde die Gamer "mit seiner unglaublichen Grafik, dem einwandfreien Sounddesign und der kraftvollen, zum Nachdenken anregenden Story faszinieren". Kurz gesagt: ein "wahrliches Meisterwerk".

Der Wertungsspiegel weiterer wichtiger internationaler Medien:

Als Begründung für die verhältnismäßig nüchterne Einschätzung schreibt "GameSpot" etwa: "'Hellblade 2' ist vielleicht der visuell bemerkenswerteste Xbox-Titel aller Zeiten, wird aber letztlich dadurch untergraben, dass der Schwerpunkt auf der Wiedergabetreue liegt und nicht auf Story und Gameplay."

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