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Warum "Cyberpunk 2077" für viele eine Riesenentäuschung ist

Die Vorfreude auf "Cyberpunk 2077" schlägt in mitunter blankes Entsetzen um - zumindest bei Besitzern von "alten" Konsolen.

Acht Millionen Vorbestellungen, grenzenloser Hype: "Cyberpunk 2077" ist das meist erwartete Spiel des Jahres - auch, weil es immer wieder verschoben wurde. Zugunsten der Qualitätssicherung, wie Entwickler CD Projekt Red beteuert. Nun ist das Open-World-Action-Rollenspiel da. Und die Enttäuschung ist riesengroß, zumindest auf den "alten" Konsolen Xbox One (S) und PS4.

Aber wie kann das sein? Die Fachpresse überschlug sich in Vorfeld mit Lobeshymnen, hatte aber von Entwickler CD Projekt Red stets nur die PC-Version zum Spielen bekommen. Diese lief selbst auf High-End-PCs zwar nicht immer rund, sah aber zumindest schön aus.

Ruckler, Bugs, Glitches

Besitzern von betagten Xbox-One-(S)- und PS4-Konsolen bietet sich nach der Veröffentlichung des Titels dagegen ein ganz anderes Bild: Die Grafik ist verwaschen, läuft mit niedrigen Bildwiederholungsraten, ruckelt und leidet unter unschönen Pop-Up-Effekten.

Hinzu gesellen sich Abstürze, Glitches und zahlreiche weitere schwere Bugs, die inzwischen in den Sozialen Medien genüsslich und voller Zorn ausgeschlachtet werden: "Man betrachtet beispielsweise eine große Box - und wenige Sekunden später wird daraus plötzlich ein Auto", schreibt einer. Ein anderer zeigt in einem kurzen Clip, wie mehr als 10 Sekunden vergehen, ehe die Häuserfassaden nachladen, nachdem er mit dem Auto um eine Ecke gebogen ist. Das Video stammt vom 10. Dezember - und damit nach der Veröffentlichung des Day-One-Patches, der schon grobe Fehler hätte beheben sollen.

Mehr "Crunchtime" nötig?

Viele Spieler werfen dem polnischen Publisher Täuschung vor, da dieser die Konsolenversion bis zum Tag der Veröffentlichung zurückgehalten hatte. Andere schlagen zynisch vor, die sogenannte "Crunchtime" - der von Überstunden geprägte Zeitraum vor der Veröffentlichung - bis ins neue Jahr weiterzuführen. Ein Seitenhieb, denn erst schwor CD Projekt Red von der ausbeuterischen Methode ab und setzte sie dann doch ein, um zumindest den 10. Dezember als Veröffentlichungsdatum zu halten.

Die Fachpresse zog inzwischen nach und wertete das Spiel in der technischen Note gnadenlos ab. Die Hoffnung, dass die "Witcher"-Macher die Missstände mithilfe von weiteren Patches und Updates beseitigen, ist allerdings groß.