• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Xbox Wireless Headset im Test: Microsoft hat den Dreh raus

Der Name ist schlicht: Xbox Wireless Headset. Der Preis: moderat. Technik und Verarbeitung: erstaunlich gut für diese Preisklasse, wie sich in der Praxis zeigt.

Headsets liegen bei Gamern schwer im Trend. Für jeden Geschmack und Geldbeutel haben die Hersteller das passende Accessoire. Nachdem Sony mit dem Pulse 3D-Wireless Headset den vermeintlich perfekten Begleiter für die PlayStation5 präsentiert hatte, zieht Microsoft nun nach. "Xbox Wireless Headset" heißt der kabellose Kopfhörer, der seit Kurzem für rund 100 Euro angeboten wird.

Für das Geld bekommen Gamer erstaunlich viel geboten - zumindest an Technik. In der weißen Verpackung sind dagegen nur die tiefschwarzen Over-Ear-Kopfhörer selbst, ein kurzes USB-A- auf USB-C-Kabel zum Aufladen des Headsets sowie ein paar Infoheftchen enthalten, die im Grunde darüber aufklären, wie man das minimalistisch gehaltene Gerät auf Knopfdruck via Bluetooth mit der Xbox-Konsole koppelt. Oder dem PC, wofür je nach Mainboard ein Bluetooth- oder Xbox-Wireless-Dongle (ca. 20 Euro) nötig sein könnte.

Tatsächlich finden sich ohnehin nur zwei Buttons auf dem Kopfhörer - einer zum Anschalten und Koppeln, der andere zum (De)Aktivieren des Mikrofons. Der Rest - die Anpassung des Chat-Spielsound-Mixes sowie die Gesamtlautstärke - wird elegant mithilfe zweier großen Drehräder direkt über die angenehm anschmiegsamen Hörmuscheln erledigt. Unnötigen Schnickschnack und eine Knöpchenflut wie bei vielen Konkurrenzmodellen hat sich Microsoft gespart, tiefer gehende Einstellungen werden über die vorinstallierte Zubehör-App auf der Xbox oder einen Windows-10-PC vorgenommen.

Raum, Klang, Mikrofon

Entscheidend ist am Ende jedoch der Klang - und der kann sich ohne Weiteres hören lassen. Die verbauten 40-mm-Lautsprecher sorgen für eine durch und durch klare Wiedergabe sämtlicher Frequenzen und Soundkulissen, selbst bei hoher Lautstärke. Auch die Möglichkeit, eine Klangquelle im Raum zu orten, gelingt bestens - insbesondere in Verbindung mit Raumklangtechnologien wie Windows Sonic, DTS:X und Dolby Atmos. Apropos: Käufer des Xbox Wireless Headsets können bis zum 30. September kostenlos "Dolby Atmos for Headphones" testen. Dafür nötig ist die Dolby Access App. Nach dem Download und Start ist die Testphase aktiviert. Wer danach angefixt ist und den Raumklang über den September hinaus nutzen möchte, muss einmalig 18 Euro bezahlen.

Persönliche Vorlieben - wie etwa das Hervorheben von Sprachausgabe in Spielen - lassen sich über die Zubehör-App fernab der fünf Voreinstellungen für Spiel, Film, Musik, schwerer Bass und Sprache in mehreren Stufen individuell regeln. Beim Bass darf man keine Wunder erwarten, muss aber auch keine allzu großen Einbußen in Kauf nehmen.

Dem ziemlich flexiblen Mikrofon bescheinigen im Praxistest Mitspieler und Teilnehmer von Videokonferenzen eine gute Qualität, Hintergrundgeräusche werden zuverlässig herausgefiltert. Keine Selbstverständlichkeit bei einem Headset dieser Preisklasse: Die Xbox-Kopfhörer unterstützen bis zu zwei Verbindungen gleichzeitig. So kann man beispielsweise den Sound eines Games auf der Xbox erleben - und dennoch am PC über Discord oder dergleichen mit Freunden reden. Die Balance zwischen beiden Quellen wird über das Drehrad an der linken Ohrmuschel geregelt.

Akku, Ausdauer, Fazit

Microsoft verspricht rund 15 Stunden Laufzeit für das rund 310 Gramm schwere Headset, was im Test sogar übererfüllt wurde - aber natürlich auch von der Lautstärkeregelung abhängt. Über das USB-C-Kabel lässt es sich binnen 30 Minuten so aufladen, dass 3 bis 4 Stunden Nutzung möglich sind. Für einen vollen Akku muss der Kopfhörer knapp drei Stunden an der Strippe hängen.

Alles in allem erweist sich das Xbox Wireless Headset als runde Sache zum erschwinglichen Preis. Allein ein Wireless-Dongle für die PC-Nutzung fehlt, was sich jedoch verkraften lässt.



Prospekte