Hochwasser am Inn: 110 Feuerwehreinsätze - Schutzmaßnahmen greifen

Umwelt Fluss war drei Meter angestiegen

Passau/Oberbern am Inn. 

Passau/Oberbern am Inn. Unser BLICK-Reporter Daniel Unger ist gerade mit seinem Wohnwagen fünf Kilometer von der Stadt Obernberg am Inn entfernt im Urlaub, da erreichten ihn die besorgniserregenden Neuigkeiten. In der Stadt und im Landkreis Passau wurde am gestrigen Dienstagabend gegen 21 Uhr eine Hochwasserwarnung vom Wasserwirtschaftsamt Deggendorf herausgegeben, weil der Inn durch die starken Niederschläge im Süden Deutschlands um drei Meter angestiegen war.

Normalerweise ist ein Wasserstand von etwa vier Metern normal, heute Nacht gegen 2 Uhr wurde die Meldestufe 3 mit 7,29 Meter, Tendenz fallend, überschritten. Die Schutzmaßnahmen, die in der vergangenen Nacht ergriffen wurden, haben perfekt funktioniert und vor schlimmen Hochwasserschäden geschützt. Der aktuelle Wasserstand vom Mittwochvormittag beträgt in Obernberg am Inn etwa 6 Meter, Tendenz weiter fallend. 

Zuvor hatte der Hochwasserdienst in Bayern noch angenommen, dass in den Morgenstunden an der Donau Meldestufe 4 überschritten werden könnte. Das entspräche einem Donau-Pegel von 8,50 Metern und bedeutet Überschwemmungen von Straßen und Wohngebieten.

Eine weitere gute Nachricht: Die B12 in der Ilzstadt und die B388 bei Löwmühle müssen voraussichtlich nicht gesperrt werden, da der Inn-Pegel im Rahmen bleibt. Einige flussnahe Straßenabschnitte in der Stadt selbst sind aber weiterhin für den Verkehr nicht zugänglich.

In Summe rückten Oberösterreichs Feuerwehren zu 110 Unwetter-Einsätzen aus.

Aufgrund der nachlassenden Niederschläge in den vergangenen Stunden sei mit keinem nennenswerten Anstieg der Wasserstände am Inn, Salzach, der Donau sowie der Enns zu rechnen, heißt es. Da an der bayrischen Donau jedoch weiter steigende Wasserstände prognostiziert werden, kommt es auf oberösterreichischer Seite noch in den nächsten Stunden zu gleichbleibenden bzw. weiterhin leicht schwankenden Wasserständen.