Ihre Aufgabe heißt: Leben retten!

Seenotrettung Unterwegs auf See, um den Tod im Meer zu verhindern

Die offene See birgt viele Gefahren, denen auch der Mensch zum Opfer fallen kann. In einem solchen Fall treten die Crews für Seenotrettung in Erscheinung. Sie wagen sich auf das Meer, wenn andere Boote den sicheren Hafen suchen oder helfen da, wo andere nur wegschauen.

Knapp 1.000 deutsche Seenotretter sorgen für Sicherheit

An der deutschen Ost- und Nordseeküste sorgen seit 1865 die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung von Schiffbrüchigen (DGzRS) für Sicherheit. Von 55 Rettungsstationen als Ausgangspunkt liefen die 180 Angestellten und die 800 Freiwilligen allein im letzten Jahr zu 2156 Einsätzen aus. Dass dabei eine enge Zusammenarbeit unter einander an Bord aber auch über die nationalen Grenzen hinaus notwendig ist, liegt auf der Hand. Diese Zusammenarbeit zeigte sich unter anderem im Oktober 2018, als ein 53-jähriges Besatzungsmitglied der Ostseefähre nach seinem Verschwinden auf der Fahrt von Travemünde nach Malmö mit Hilfe von Hubschraubern und mehreren Seenotkreuzern der DGzRS geborgen werden konnte .

"Menschen ertrinken zu lassen, bedeutet moralisches Versagen."

Aber nicht nur an den deutschen Küsten leisten gemeinnützige Organisationen überlebensnotwendige Arbeit zur zivilen Rettung auf See. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben im Jahr 2018 2.200 Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer in Leben gelassen."Menschen ertrinken zu lassen, bedeutet moralisches Versagen und ist durch nichts zu rechtfertigen", hebt Michael Buschheuer, Gründer von "Sea- Eye" hervor. Die Organisation "Sea- Eye" setzt sich, wie auch die "Sea Watch" oder die Mission "Lifeline" für das Auffinden und Retten von Flüchtlingen im Mittelmeer ein. An Bord erhalten sie eine erste medizinische Versorgung und ein sicheres Geleit an Land. Dank dieser Initiativen konnten bereits mehrere zehntausend Menschen vor dem Tod bewahrt werden.

Trotz ihres Einsatzes in den deutschen Gewässern und im Mittelmeer, finanzieren sich diese Organisationen ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge. Um ihre Einsätze in diesem Rahmen durchführen zu können, freuen sie die Menschen hinter der Seenotrettung auch immer über Unterstützung vom Land.