Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Politik Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung muss an Normalität gewinnen

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung findet seit 1993 jährlich am 3. Dezember statt. Ausgerufen wurde er von den Vereinten Nationen. Er soll die Öffentlichkeit auf die Belange der Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen und den Einastz für ihre Rechte, Würde und ihr Wohlergehen fördern. An diesem Tag finden auch in Deutschland verschiedene Aktionen, wie Informationsveranstaltungen, Fachtagungen oder Gesprächsrunden statt, deren Ziel es ist, insbesondere bestehende Hürden aus dem Weg zu räumen, Barrieren in den Köpfen abzubauen und mehr Offenheit zu leben.

Alle Menschen haben die gleichen Rechte

Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, setzt sich für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ein: "Alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, haben die gleichen Rechte und sollten daher auch die gleichen Chancen in unserer Gesellschaft haben. Um dies konsequent voran zu bringen, ist im Freistaat Sachsen weiterer Handlungsbedarf auch angesichts der neuen Legislaturperiode erforderlich." Zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung fordert er die konsequente Ausrichtung des Handelns des Freistaates Sachsen an den, in der UN-Behindertenrechtskonvention normierten, Rechten. So begrüßt Stephan Pöhler die vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, anlässlich des heutigen Tages veröffentlichten Teilhabeempfehlungen an die Bundesregierung zu den Themen: Gesundheitliche Versorgung, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, Wohnen, Teilhabe am Arbeitsleben und Digitalisierung. "Die Vielzahl der in den Teilhabeempfehlungen des Bundesbeauftragten benannten Ressorts zeigt, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und nicht auf der Schulter, einzelner, ausgesuchter Institutionen ruht.", so Stephan Pöhler.

Inklusion als gemeinsame Aufgabe

"Auch im Freistaat Sachsen ist Inklusion eine gemeinsame Aufgabe aller Ressorts. Die landespolitischen Herausforderungen, vor denen der Freistaat aktuell steht, stellen eine Chance dar, die Teilhabe der Menschen mit Behinderungen auf allen Ebenen zu verbessern und mehr Inklusion zu wagen" , so Pöhler weiter.

Die im frisch veröffentlichten Koalitionsvertrag enthaltenen Ansätze werden vom Beauftragten ausdrücklich begrüßt, wie beispielsweise: die Einrichtung eines unabhängigen Beirats "Inklusive Schule" in Sachsen, die Auflage einer eigenen Landesqualifizierungsmaßnahme für arbeitslose schwerbehinderte Menschen, die nach erfolgreichem Abschluss in den Landesdienst übernommen werden, den Ausbau der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum durch ein Programm "Sachsen Barrierefrei 2030" , die Fortführung des Programms "Lieblingsplätze für alle"

Das Miteinander muss an Normalität gewinnen

"Lassen Sie uns den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung zum Anlass nehmen, dass das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen nicht nur selbstverständlich wird, sondern immer mehr Normalität gewinnt", betont Pöhler.