Jubiläum: Motorrad-Weltmeisterschaft wurde 70

MOTORSPORT Sachsenring vom 5. bis 7. Juli zum 34. Mal im Kalender

Barcelona. 

Barcelona. Am 13. Juni 1949 fand auf der Isle of Man das allererste Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft statt. Genau am gleichen Tag 70 Jahre später versammelten sich die aktuellen MotoGP-Fahrer im feinen Zwirn auf der Start- und Zielgeraden des Circuit de Catalunya bei Barcelona, um dieses geschichtsträchtige Jubiläum gebührend zu feiern.

Damals gewann der Brite Freddie Frith auf einer Velocette das Rennen der 350-ccm-Klasse. Aus dem viele Jahre auf Europa beschränkten "Continental Circus" ist in der jüngeren Vergangenheit mit der MotoGP die beste Motorsport-Show, die es je gab, geworden.

 

"Ago Nazionale" Rekord-Weltmeister und Rekord-Sachsenring-Sieger

 

Der erfolgreichste Fahrer dieser langen Geschichte, ist Giacomo Agostini. Der Italiener gewann zwischen 1965 und 1976 insgesamt 122 Grand Prix, davon elf auf dem Sachsenring, und wurde 15 Mal Weltmeister. Von Anfang an im Kalender ist die Dutch TT im niederländischen Assen, wo seit 1949 jedes Jahr ein WM-Lauf ausgetragen wurde.

Aber auch der Sachsenring hat einen großen Anteil an der Geschichte der Motorrad-WM. Von 1961 bis 1972 war die Weltelite auf dem alten 8,7 Kilometer langen Straßenkurs vor den Toren Hohenstein-Ernstthal unterwegs. Nach dem Bau des Fahrsicherheitszentrums Sachsenring und dessen Eröffnung 1995 wird seit 1998 Jahr für Jahr auf den neuen Sachsenring der Motorrad Grand Prix von Deutschland ausgetragen.

Neben dem Publikumsliebling Valentino Rossi, wie Giacomo Agostini Italiener, ist der Spanier Marc Marquez der aktuelle Krösus der Szene. Mit seit 2010 neun Siegen in Folge steuert der 26-Jährige zielstrebig darauf zu, Giacomo Agostini als Sachsenring-Rekordsieger abzulösen.

 

Heimspiel für fünf deutsche Piloten am Sachsenring

 

In diesem Jahr findet der Motorrad Grand Prix von Deutschland vom 5. bis 7. Juli auf dem Sachsenring statt. Die permanenten deutschen Vertreter Marcel Schrötter aus dem bayrischen Pflugdorf, Philipp Öttl aus Ainring, ebenfalls in Bayern, und Lukas Tulovic aus dem baden-württembergischen Eberbach sind in diesem Jahr allesamt in der Klasse Moto2 angesiedelt. Zu ihnen wird Jonas Folger aus dem ebenfalls bayrischen Schwindegg stoßen.

Nachdem der Sensations-MotoGP-Zweite vom Sachsenring 2017 zuletzt mit einer But-out-Erkrankung aussetzte, erhielt er in der Klasse Moto2 nun als Ersatzfahrer eine neue Chance und wird nach Barcelona und Assen auch am Sachsenring mit von der Partie sein. Die besten Erfolgsaussichten hat dabei Marcel Schrötter, der in dieser Saison bisher drei Pole Positions herausgefahren hat und zweimal auf dem Podest stand. Zudem wird mit dem Mannheimer Dirk Geiger in der Moto3-Kategorie ein weiterer Deutscher per Wild-Card mitmischen.