An Weihnachten im Fernsehen? Fans wollen Rechte an neuem Bond-Film kaufen

Viermal wurde "007: Keine Zeit zu sterben" bislang verschoben. Nun haben auch die größten Fans die Geduld verloren: Mithilfe einer Crowdfundingkampagne wollten sie die Rechte an dem neuen James-Bond-Film erwerben. Doch der Preis wäre hoch.

"Bond rettet Weihnachten" - unter diesem Motto haben Fans des britischen Geheimagenten eine Crowdfundingkampagne ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, 607 Millionen Pfund - umgerechnet rund 670 Millionen Euro - zu sammeln, um damit die Rechte an dem neuen James-Bond-Film "007: Keine Zeit zu sterben" zu erwerben. Wenn es klappt, wolle die Gruppe, die sich "Team Bond" nennt, den Actionfilm noch vor Weihnachten ins Fernsehen bringen.

Die angestrebte Summe kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Wochen hatten Medien berichtet, dass das Studio MGM den Streamingmarkt sondiert und angeblich 600 Millionen Dollar - nicht Pfund - für die Rechte des Films verlangt hatte. Das wären rund 506 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der bis dato letzte James-Bond-Film "Spectre" (2015) spielte weltweit 880 Millionen Dollar (751 Millionen Euro) ein und lag damit noch unter den Erwartungen. Kein Wunder also, dass ein Sprecher von MGM gegenüber dem US-Branchenblatt "Variety" betonte: "Der Film steht nicht zum Verkauf". Man habe den Film verschoben, "um das Filmerlebnis für ein weltweites Kinopublikum zu ermöglichen". Auch die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson sollen sich gegen eine Streamingvariante entschieden haben.

Viermal wurde der letzte Film mit Daniel Craig als 007 in den vergangenen Monaten verschoben. Derzeit soll er am 2. April 2021 in die Kinos kommen. Viele Kinobetreiber sehen in dem Blockbuster einen letzten Hoffnungsschimmer, dass sich die von der Coronakrise schwer gebeutelte Branche zumindest etwas erholt.