Auf diese Blockbuster können wir uns nach der Krise freuen

Superheldinnen, Superagenten und Superschurken: Für die Zeit nach der Corona-Krise stehen die Blockbuster bereits in den Startlöchern.

Superheldinnen, Superagenten und Superschurken: Für die Zeit nach der Corona-Krise stehen die Blockbuster bereits in den Startlöchern.

Die ersten deutschen Kinos öffnen in den nächsten Wochen wieder ihre Pforten. Wir sagen Ihnen, welche Blockbuster uns in diesem Jahr noch erwarten.

Tenet (16. Juli)

Nach seinem gefeierten Kriegsdrama "Dunkirk" hielt sich Starregisseur Christopher Nolan über sein kommendes Projekt lange bedeckt. Seit einigen Monaten steht fest: "Tenet" heißt der als Action-Epos angelegte neue Film des Londoners, zu sehen sind neben Hauptdarsteller John David Washington auch Robert Pattinson und Michael Caine. Gedreht wurde "Tenet" von Kameramann Hoyte van Hoytema ("Ad Astra", "Dunkirk") auf 70mm-Film und im IMAX-Format, mehr als 200 Millionen US-Dollar soll das Spektakel gekostet haben.

Darum geht's: Im Zentrum von "Tenet" steht ein Geheimagent, der mittels Zeitreise einen dritten Weltkrieg verhindern muss. Schlimmer als der nukleare Holocaust sei das, was die Menschheit erwarte, heißt es nebulös in einem ersten Trailer, der Ende 2019 veröffentlicht wurde. "Tenet" - das Palindrom bedeutet "Lehre" oder "Grundsatz" - ist offenbar eine Art Passwort, das der Agent zur Erfüllung seiner Mission benötigt.

Mulan (23. Juli)

Mit Remakes seiner Zeichentrickklassiker machte Disney zuletzt gute Erfahrungen - siehe etwa "König der Löwen". Jetzt ist "Mulan" an der Reihe - Vorlage ist aber nicht nur der Zeichentrickfilm von 1998, sondern auch eine jahrhundertealte chinesische Legende. Regisseurin Niki Caro ("Whale Rider") konnte für ihren Film das Who-is-Who des chinesischen Kinos vor der Kamera versammeln, etwa Gong Li als böse Hexe oder Donnie Yen als Mulans Kommandanten.

Darum geht's: Mulan (Liu Yifei) ist ein Wildfang und hat keine Lust, so zu leben, wie die chinesische Gesellschaft es von einem Mädchen erwartet. Als Barbaren das chinesische Kaiserreich angreifen, zieht sie in die Schlacht - verkleidet als Mann, damit ihr kranker Vater nicht kämpfen muss. Jetzt kann Mulan zeigen, was in ihr steckt. Ihre wahre Identität aber versucht sie auch auf dem Schlachtfeld zu verbergen.

Jungle Cruise (29. Juli)

Verfilmungen von Themenpark-Attraktionen ließen bei Disney meist die Kassen klingeln. Bestes Beispiel: die "Fluch der Karibik"-Reihe. "Jungle Cruise" basiert ebenfalls auf einer Attraktion aus den Parks des Mäusekonzerns und schickt Dwayne Johnson und Emily Blunt auf eine feuchtfröhliche Wildwasserfahrt.

Darum geht's: Das hatte Forscherin Lilly eigentlich anders geplant: Um einen geheimnisvollen Baum zu finden, der über magische Heilkräfte verfügen soll, war sie in den Amazonas gereist. Doch in der Wildnis ankommen, stößt sie nicht nur auf einen uralten Fluch, sondern auch auf den ruppigen Kapitän Frank. Der kennt den Amazonas zwar wie seine Westentasche, ist aber alles andere als ein einfacher Zeitgenosse ...

Wonder Woman 1984 (13. August)

Der 80er-Hype ist noch lange nicht vorüber. Bester Beweis: "Wonder Woman 1984", die Fortsetzung zum Erfolgsfilm mit Gal Gadot als kampferprobter Amazone. Der erste Teil, der 2017 in den Kinos lief, spielte größtenteils noch zur Zeit des Ersten Weltkriegs, jetzt geht es im Film von Patty Jenkins zurück in die Zukunft.

Darum geht's: Diana, so der bürgerliche Name der Wunderfrau, muss es diesmal mit den Schurken Maxwell Lord und Cheetah aufnehmen. Maxwell ist ein Geschäftsmann, der aber mehr als nur den nächsten Deal im Sinn hat; und hinter Cheetah steckt Barbara Ann Minerva, zunächst Dianas Freundin, später ihre Widersacherin. Während der Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion tobt, kommt es zum Showdown der Superhelden und Superschurken.

A Quiet Place 2 (3. September)

Es dürfte 2018 wohl keinen Kinofilm gegeben haben, bei dem der Popcornkonsum derart gering ausfiel wie bei "A Quiet Place". Bei dem Horrorstreifen ließ einen jedes noch so leise Rascheln aus dem Kinosessel hochschrecken. Der Überraschungserfolg erzählte von einer postapokalyptischen Welt, die von der Angst vor Geräuschen beherrscht wird. Und auch in der Fortsetzung lautet die Devise wieder: ganz leise sein!

Darum geht's: Nach dem dramatischen Finale des ersten Teils, in dem sich Familienvater Lee (John Krasinski) opferte, um seine Liebsten zu retten, liegt der Unterschlupf der Abbotts in Schutt und Asche. Mutter Evelyn (Emily Blunt), ihrem neugeborenen Baby und ihren Kindern bleibt also nichts anderes übrig, als sich auf die gefährliche Suche nach einem neuen Versteck zu machen.

The King's Man: The Beginning (17. September)

Zurück zu den Ursprüngen: Man kennt die stets gut gekleideten Herren, die im Zentrum der "Kingsman"-Reihe stehen, bereits aus den beiden Filmen "The Secret Service" und "The Golden Circle"; das Prequel "The King's Man: The Beginning" erzählt nun, wie die Geheimorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Vereinigte Königreich vor Gefahren zu schützen, einst entstand.

Darum geht's: "The King's Man: The Beginning" spielt zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein junger Mann (gespielt von Newcomer Harris Dickinson, bekannt aus "Maleficent: Mächte der Finsternis" und der Serie "Trust") muss verhindern, dass die Welt in Dunkelheit versinkt. Denn Schurken wie Rasputin verfolgen ihre eigenen, düsteren Pläne.

Black Widow (5. November)

Bei Marvel setzt man schon länger auf Frauen-Power. Scarlett Johanssons "Avenger" Black Widow war die erste Heldin, der zahlreiche weitere starke Figuren folgen sollten. Nun bekommt sie ihr erstes Solo-Abenteuer, das zeitlich irgendwo zwischen "Civil War" und "Infinity War" angesiedelt ist. Der Film soll das Marvel Cinematic Universe in die vierte Phase führen.

Darum geht's: Natasha Romanoff, so der bürgerliche Name der schwarzen Witwe, ist zu Beginn des Films ganz auf sich alleine gestellt. Als sie einer gigantischen Verschwörung auf die Schliche kommt, muss sie nicht nur wieder ihre alten Kräfte sammeln, sondern sich auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.

Keine Zeit zu sterben (12. November)

Bond is back - wenn auch mit reichlich Verspätung: "Keine Zeit zu sterben" war der erste große Film, der aufgrund der Corona-Krise einen neuen Starttermin erhalten hat, viele andere Produktionen folgten. Der 25. Film der Reihe ist wahrscheinlich der letzte Auftritt von Daniel Craig als 007 - sofern es sich der britische Schauspieler nicht erneut anders überlegt.

Darum geht's: James Bond hat den aktiven Dienst verlassen, sein Erzfeind Ernst Stavro Blofeld sitzt hinter Gittern. Als aber sein Freund, der CIA-Agent Felix Leiter, an ihn herantritt, muss Bond doch noch einmal ran. Denn der Fall eines vermissten Wissenschaftlers entwickelt sich schnell zur Gefahr für die gesamte Welt.

Godzilla Vs. Kong (19. November)

King of the Monsters? Vielleicht. King of the Kinokasse? Eher nicht. Das aufgeblasene Leinwandspektakel "Godzilla II: King of the Monsters" legte 2019 eine finanzielle Bruchlandung hin. Die Fortsetzung "Godzilla Vs. Kong" steht dennoch schon in den Startlöchern.

Darum geht's: Die zwei mächtigsten Geschöpfe des Planeten, Godzilla und King Kong, treffen aufeinander, um ein für allemal auszumachen, wer der Stärkere ist. Ein Wissenschaftler (Alexander Skarsgard) findet sich plötzlich zwischen den beiden Giganten der Urzeit wieder.

Soul (26. November)

Der erste Film, den Pixar in diesem Jahr in den Kinos brachte, wurde Opfer der Pandemie: "Onward - Keine halben Sachen" startete kurz vor dem Shutdown und konnte hierzulande nur rund 240.000 Zuschauer anlocken, bevor die Kinos schließen mussten. Bleibt zu hoffen, dass "Soul", Pixar-Film Nummer zwei des Jahres 2020, ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.

Darum geht's: "Soul" erzählt die Geschichte eines Musiklehrers, dessen Seele nach einem Unfall neue Leidenschaften entwickelt, bevor sie in den Körper eines noch ungeborenen Kindes wandert. Im Original leiht Jamie Foxx der jazzbegeisterten Hauptfigur die Stimme.

Free Guy (10. Dezember)

"Nicht-Spieler-Charaktere" - das sind jene Figuren in Computerspielen, auf die der Gamer keinen Einfluss hat. Nebenfiguren quasi, die etwas zur Handlung beitragen können, die allerdings nur vom Spiel selbst gesteuert werden. "Free Guy" macht aus dem Statisten nun eine Hauptfigur.

Darum geht's: Ryan Reynolds spielt Guy - eine Nebenfigur in einem Computergame, die pure Staffage ist. Doch irgendwann hat Guy die Nase von seinem Dasein als Statist voll und macht sich auf die Suche nach einem eigenen Leben. Dabei hat er nur eine Mission: all die bösen Kerle, die in dem Spiel Banken ausrauben und sich halsbrecherische Verfolgungsjagden in den Straßen liefern, dingfest zu machen. Denn Guy, soviel ist klar, ist einer von den Guten.

West Side Story (17. Dezember)

Wie man ein Musical nicht verfilmen sollte, bewies zuletzt die Leinwandadaption von "Cats". Weniger kontrovers ausfallen dürfte wohl Steven Spielbergs Version von "West Side Story", für die er unter anderem Ansel Elgort verpflichten konnte. Spielbergs Film ist nach der Adaption von 1961 erst die zweite filmische Umsetzung des Broadway-Erfolgs von Arthur Laurents, Leonard Bernstein und Stephen Sondheim.

Darum geht's: Der Film erzählt die bekannte Geschichte zweier rivalisierender Jugendgangs im New York der 50-er. Wie einst in Shakespeares "Romeo und Julia" verlieben sich zwei Teenager, die verfeindeten Banden angehören, ineinander. Es kommt zum unausweichlichen Konflikt.

Top Gun: Maverick (23. Dezember)

1986 machte "Top Gun" Tom Cruise weltberühmt, nun kehrt der furchtlose Kampfpilot zurück. Seit 2010 war die Fortsetzung des 80er-Jahre-Klassikers in der Entwicklung. Vvor drei Jahren dann stand fest, dass nicht nur Cruise, sondern auch Val Kilmer erneut in ihre alten Uniformen schlüpfen würden.

Darum geht's: Pete "Maverick" Mitchell ist noch immer Testflieger und drückt sich vor einer Beförderung. Als ihn dann aber die Geister der Vergangenheit einholen und er auf eine Sondermission aufbrechen muss, kann "Maverick" nicht mehr einfach so weitermachen wie bislang.

Dune (23. Dezember)

David Lynchs "Dune"-Verfilmung von 1984 war ein ziemliches Desaster. Regisseur Denis Villeneuve ("Blade Runner 2049") kann es nun also nur besser machen. Seine Adaption des Sci-Fi-Klassikers von Frank Herbert ist auf zweite Teile angelegt, die Hauptrolle des jungen Prinzen Atreides spielt Timothée Chalamet ("Call Me By Your Name").

Darum geht's: Die Familie von Paul Atreides soll die Kontrolle über den Wüstenplaneten Arrakis übernehmen. Dort befinden sich Minen, in denen Spice abgebaut wird, ein Rohstoff, der unverzichtbar ist in der Welt von "Dune". Denn das Spice, das es nur hier gibt, macht es möglich, durchs Weltall zu reisen. Und mehr noch, es hat auch die Fähigkeit, das Leben der Menschen zu verlängern und ihr Bewusstsein zu erweitern. Doch Pauls Familie ist nicht die Einzige, die Interesse hat an Arrakis, und so entbrennt ein Kampf um die Vormachtstellung im Universum.