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Berlinale: Viele deutsche Filme im Wettbewerb

Trotz Corona findet die Berlinale in diesem Jahr statt - als zweigeteilte Veranstaltung. Ins Rennen um den Goldenen Bären gehen viele Produktionen made in Germany.

Deutsche Produktionen dominieren den Wettbewerb der Berlinale. Am Donnerstagvormittag stellten die Festivalleiter Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek in einer online übertragenen Pressekonferenz die 15 Filme vor, die ins Rennen um den Goldenen Bären gehen, darunter "Nebenan", das Regiedebüt von Daniel Brühl, die Erich-Kästner-Verfilmung "Fabian" von Dominik Graf, "Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader und der Dokumentarfilm "Herr Bachmann und seine Klasse" der bayerischen Regisseurin Maria Speth. Das diesjährige Programm, so Chatrian, "betont die Macht, die menschliche Beziehungen haben".

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Berlinale Jahr in zwei Teilen statt: Von 1. bis zum 5. März können Journalisten und Fachbesucher die Wettbewerbsfilme sowie die Beiträge aus anderen Sektionen online sichten. Für das allgemeine Publikum öffnet sich das Festival erst im Sommer: Von 9. bis zum 20. Juni soll ein Großteil der Filmauswahl in Berliner Kinos gezeigt werden. Unter dem Motto "Summer Special" sollen sich dann auch viele Filmschaffende in der Bundeshauptstadt einfinden. Es sei "keine Option, die Berlinale einfach abzusagen", sagte Rissenbeek bei der Vorstellung der Wettbewerbsfilme, weil man den Filmemacherinnen die Möglichkeit geben wolle, ihre neuen Produktionen vorzustellen. Das gemeinsame Filmschauen im Sommer bezeichnete sie als "sinnliches Erlebnis" fürs Publikum.

Benedict Cumberbatch und Jodie Foster im "Berlinale Special"

Ebenfalls um den Goldenen Bären bewerben sich unter anderem "Albatros" von Xavier Beauvois, "Bad Luck Banging Or Loony Porn" von Radu Jude, Céline Sciammas "Petite Maman" sowie "Introduction" des Koreaners Hong Sangsoo. Bereits in den vergangenen Tagen hatte die Berlinale erste Filme aus dem diesjährigen Programm vorgestellt, unter anderem aus den Reihen "Perspektive Deutsches Kino" und "Panorama". In der Sektion "Berlinale Special" wird unter anderem "The Mauretanian" mit Benedict Cumberbatch und Jodie Foster gezeigt.

Die Berlinale steht zum zweiten Mal unter der Leitung von Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, die auf den langjährigen Festivalleiter Dieter Kosslick gefolgt waren. Mit dem Goldenen Bären wurde im vergangenen Jahr der Episodenfilm "Doch das Böse gibt es nicht" des Iraners Mohammad Rasoulof ausgezeichnet. Rasoulof ist nun auch Teil der Wettbewerbs-Jury - zusammen mit Preisträgern der vergangenen Jahre: Nadav Lapid ("Synonyme"), Adina Pintilie ("Touch Me Not"), Ildikó Enyedi ("Körper und Seele"), Gianfranco Rosi ("Seefeuer") sowie Jasmila Zbanic ("Grbavica").