Daisy Ridley zurück auf der großen Leinwand: Das sind die Kino-Highlights der Woche

Neustarts "The Holdovers", "Home Sweet Home" und "Das Erwachen der Jägerin", ein Psychothriller mit "Star Wars"-Heldin Daisy Ridley: Das sind die Kino-Neustarts am 25. Januar.

"Du musst immer deine Familie beschützen", hat der Papa gesagt. Aber was, wenn man dafür gegen die eigene Familie (und speziell den eigenen Vater) kämpfen muss? Genau dieser eigentlich unlösbare Konflikt steht im Zentrum von "Das Erwachen der Jägerin", einer Mischung aus Familiendrama und Psychothriller mit ziemlich perverser Prämisse. In der Hauptrolle: "Star Wars"-Heldin Daisy Ridley.

Außerdem neu im Kino: Alexander Paynes preisgekrönte Tragikomödie "The Holdovers" und "Home Sweet Home", eine deutsche One-Shot-Horrorproduktion mit Nilam Farooq.

Das Erwachen der Jägerin

"Erinnert ihr euch an den 'Moorkönig'?" - Ja, viele erinnern sich, die Sache war damals vor 20 Jahren ja groß in den Nachrichten. Ein eigenbrötlerischer Jäger und Fallensteller entführte eine Frau, hielt sie im Marschland gefangen, bekam mit ihr ein Kind. Irgendwann gelang der Frau mit der gemeinsamen Tochter die Flucht, und er, der "Moorkönig" genannte Jacob (Ben Mendelsohn), landete hinter Gittern.

Als der Hauptteil von "Das Erwachen der Jägerin" einsetzt, ist das unter so unsäglichen Umständen gezeugte Mädchen von damals eine erwachsene Frau. Helena (Daisy Ridley) hat sich angesichts ihrer dramatischen Vorgeschichte gut gemacht, ist inzwischen selbst Mutter einer kleinen Tochter. Dann aber holt die Vergangenheit sie wieder ein: Ihr Vater, der "Moorkönig", ist aus dem Gefängnis geflohen, und wie es aussieht, hat er es jetzt auf Helena und ihre Tochter abgesehen. Will sie gegen ihn bestehen, muss Helena sich an all das erinnern, was Jacob ihr vor vielen Jahren im Sumpf beigebracht hat. Sie muss ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen.

"Das Erwachen der Jägerin" basiert auf dem Roman "Die Moortochter" von US-Autorin Karen Dionne, hauptverantwortlich für die filmische Umsetzung sind Neil Burger (Regie) sowie Mark L. Smith und Elle Smith (Drehbuch). Ursprünglich sollte Alicia Vikander die Helena spielen, schließlich landete der Part dann aber doch bei Daisy Ridley - ihre erste Kino-Hauptrolle seit "Chaos Walking" (2021) und ihre erst zweite seit dem Ende der letzten "Star Wars"-Trilogie (2019).

The Holdovers

"The Holdovers", eine Tragikomödie. Das Tragische daran erklärt sich im Grunde von selbst: Drei Menschen, die sich kaum kennen, müssen die Weihnachtsfeiertage gemeinsam in einem Internat verbringen. Das Fest der Liebe hinter kalten Schulmauern, ohne die Familie - eine traurige, für viele wahrscheinlich sogar grauenhafte Vorstellung. Ein Glück, dass es Regisseur Alexander Payne ist, der diese zuletzt schon mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnete Geschichte auf die Leinwand bringt.

Payne ("About Schmidt", "Nebraska") ist bekannt dafür, eigentlich tragische Geschichten mit Witz und Feingefühl in bewegende, herzerwärmende Kino-Erzählungen zu überführen. Und er ist bekannt dafür, dass er angeknackste und verschrobene Typen mag. Eine bessere Spielwiese als das Drehbuch von David Hemingson hätte es für den mehrfachen Oscar- und Golden-Globe-Gewinner also kaum geben können.

"The Holdovers" (deutsch: "Die Überbleibsel") spielt in den frühen 70-ern in einem Elite-Internat im Nordosten der USA. Als das Weihnachtsfest naht, reist alles ab, was laufen kann, wie immer. Bis auf Lehrer Paul (Paul Giamatti), der auserkoren ist, über die Feiertage im Internat nach dem Rechten zu sehen, sowie Mensaleiterin Mary (Da'Vine Joy Randolph) und Schüler Angus (Dominic Sessa).

Altertums-Experte Paul ist ein übler Zyniker und ein Pedant, wie er im Buche steht. Mary trauert um ihren Sohn, der nicht wieder lebendig aus Vietnam zurückgekehrt ist. Und Teenager Angus hat zwar einiges im Kopf, aber große Schwierigkeiten, sich anzupassen. Die Stimmung unter den Dreien ist anfangs angespannt. Aber so ein betrübliches Los wie das ihre, dieses gemeinsame Festsitzen im Internat, kann auch zusammenschweißen ...

Home Sweet Home - Wo das Böse wohnt

Mit einer wiederkehrenden Rolle in "SOKO Leipzig" nahm die Karriere von Nilam Farooq vor zehn Jahren erstmals Fahrt auf, nach diversen weiteren TV-Produktionen ("Tatort", "Polizeiruf 110") ergatterte sie in jüngerer Vergangenheit auch vermehrt größere Kinorollen ("Contra", "Eingeschlossene Gesellschaft", zuletzt "791 km"). Krimis und Komödien, in diesen Genres scheint sich die aufstrebende 34-Jährige besonders wohlzufühlen. Sie lässt sich darauf aber nicht festlegen, wie ihr neuester Leinwand-Auftritt im Horrorfilm "Home Sweet Home - Wo das Böse wohnt" zeigt.

Plötzlich gehen die Lichter aus, Maria (Nilam Farooq) steht von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln. Ihr Verlobter Viktor (David Kross), mit dem sie erst kürzlich in das entlegene Haus eingezogen ist, hängt noch auf der Arbeit. Na dann, ab in den Keller und mal nach den Sicherungen sehen. Ein bisschen unheimlich findet die hochschwangere Maria das schon, so ganz allein in diesem großen alten düsteren Haus. Aber Angst hat sie nicht, wie sie Viktor am Telefon versichert, sie sei ja "schon groß".

Das mit "keine Angst" wird sich allerdings noch ändern. Zunächst sind es nur Schatten, seltsame Geräusche, merkwürdige kleine Zwischenfälle. Dann entdeckt Maria einen geheimen Raum. Irgendwann wird klar: Da lauert etwas Böses in diesem Haus.

Regisseur und Drehbuchautor Thomas Sieben ("Kidnapping Stella", "Prey") drehte "Home Sweet Home" im One-Shot-Stil, und die Handlung beschränkt er auf eine einzige Nacht, um so ein noch intensiveres Gruselfilm-Erlebnis zu kreieren. Ein großer Trumpf ist dabei auch die Besetzung: Neben Nilam Farooq und David Kross konnte unter anderem Justus von Dohnányi (er spielt Viktors Vater) für das Horror-Projekt gewonnen werden.

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