Darum ist Gary Oldman mit seiner "Harry Potter"-Rolle im Rückblick unglücklich

Darsteller des Sirius Black Sirius Black zählt zu den beliebtesten Figuren im "Harry Potter"-Kosmos. Allein sein Darsteller in den Kino-Hits fremdelt mir ihr. Bei einer Pressekonferenz erklärte Schauspieler Gary Oldman nun, was Autorin J.K. Rowling damit zu tun hat.

Es ist 20 Jahre her, dass "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (2004) die Kinos eroberte und weltweit für Begeisterung sorgte. Der Film spielte über 800 Millionen US-Dollar ein und erhielt von Fans und Kritikern gleichermaßen Lob. Obwohl Sirius Black, gespielt von Gary Oldman, zu den beliebtesten Figuren zählt, ist der Schauspieler selbst mit seiner Leistung nicht vollends zufrieden. In einem Podcast gestand er kürzlich: "Ich denke, dass meine Arbeit mittelmäßig war."

Diese Selbstkritik erläuterte Oldman jetzt ausführlicher bei einer Pressekonferenz in Cannes. Sein Unbehagen rühre nicht aus einer Abneigung gegen das Projekt selbst, sondern aus einem persönlichen Bestreben nach Perfektion. "Was ich damit meinte, ist, dass man als Künstler immer überkritisch mit seiner eigenen Arbeit ist. Zufriedenheit würde das Ende meiner Kreativität bedeuten", erklärte er den Zuhörern.

"Ich möchte nicht, dass man denkt, ich finde den Film schlecht"

Die Herausforderung am Set von "Harry Potter" war für Oldman vor allem die Geheimhaltungspolitik. Im Gegensatz zu Alan Rickman, der alle Bücher gelesen hatte und von J.K. Rowling persönlich über die Entwicklung seiner Rolle informiert wurde, fühlte sich Oldman im Dunkeln gelassen. "Wenn ich wie Rickman die Bücher gelesen hätte, hätte ich Sirius Black vielleicht anders dargestellt", gab Oldman zu bedenken.

Diese Informationslücke habe dazu geführt, dass Oldman die Rolle als "Unwissender" anging, was ihm im Nachhinein missfiel. "Die Bücher waren unter Verschluss. Ich hatte nur 'Der Gefangene von Askaban' gelesen und kannte nur diese eine Darstellung von Sirius", fügte er hinzu.

Oldman betonte jedoch, dass seine Kommentare nicht als Kritik am Film oder an der Produktion zu verstehen seien: "Ich möchte nicht, dass man denkt, ich finde den Film schlecht oder meine Leistung darin. Ich wünschte nur, die Umstände meiner Vorbereitung wären andere gewesen."

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