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"Der allerletzte Film, den ich machen will": Roland Emmerich plant Hollywood-Abschied

"Master of Disaster" Roland Emmerich plant seinen Rückzug aus Hollywood. Mit einem Katastrophenfilm, dessen Dreharbeiten in zwei bis drei Jahren beginnen sollen, will er sich aus dem Filmgeschäft verabschieden - es soll ein Projekt werden, das die Menschheit wachrüttelt.

Sein Spitzname "Master of Disaster" kommt nicht von ungefähr: Mit Filmen wie "Independence Day" (1996), "The Day After Tomorrow" (2004) oder zuletzt "Moonfall" (2022) hat sich Roland Emmerich schon etliche Male dem (Beinahe-)Untergang des Planeten Erde gewidmet. Mit einem großen Knall will der 67-Jährige demnächst auch seine Karriere beenden: In zwei bis drei Jahren sollen die Dreharbeiten zu seinem neuen und gleichzeitig finalen Film beginnen. "Das ist der allerletzte Film, den ich machen will", erklärt Emmerich im Interview mit "Bild am Sonntag". Der Inhalt stehe bereits fest: "Es wird darum gehen, dass die Welt aus den Fugen gerät", erzählt der Hollywood-Regisseur.

Im Zentrum des neuen Projekts stehen abermals der Klimawandel und damit verbundene Umweltkatastrophen: "Ich stelle mir die Frage, ob es irgendwann eine Zeit geben wird, in der Menschen nicht mehr in dem Land leben können, in dem sie geboren wurden - wegen Hitze, wegen Wasserknappheit, wegen Hunger", zählt der gebürtige Stuttgarter auf. "Wir werden dann eine Völkerwanderung erleben, die ganz, ganz grausam sein wird - und uns alle verändern wird." Wenn sich plötzlich viele Millionen Menschen auf die Reise machten, dann würde das System nicht mehr funktionieren, prophezeit er weiter.

"Der einzige Weg, die Menschen wachzurütteln"

Deshalb sei ihm der Film besonders wichtig: "Der einzige Weg, die Menschen wachzurütteln, ist in meinen Augen, wenn sie sich vor etwas ganz schrecklich fürchten." Im Hinblick auf die derzeitigen Krisen in der Welt ist sich Kult-Filmemacher Emmerich sicher: "Ich glaube, wir kommen mit unserer Welt, wie wir sie kennen, früher oder später an einen Punkt, an dem alles verloren geht."

Für die Zeit nach seinem Karriereende hat Emmerich noch keine Pläne: Er will viel lesen, ein bisschen malen "und einfach Spaß haben", erklärt er im "Bild am Sonntag"-Interview. Derweil darf sich das Publikum auch schon auf ein anderes neues Emmerich-Projekt freuen, das allerdings weniger destruktiv und unheilvoll ausfällt als sein noch unbetitelter Abschiedsfilm: Ab 17. November ist das Fantasy-Spektakel "The Magic Flute - Das Vermächtnis der Zauberflöte", an dem Roland Emmerich als Produzent beteiligt ist, im Kino zu sehen. Es handelt sich dabei um eine Adaption der berühmten Mozart-Oper "Die Zauberflöte".

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