Der allmächtige Nebenbuhler

Wenn Gott dir das Mädchen wegnehmen will: In "Der göttliche Andere" macht der Atheist Gregory eine sonderbare Erfahrung.

Wenn Gregory (Callum Turner) vom lieben Gott spricht, wählt er bisweilen - nun ja, eher unchristliche Worte: Ein "schizophrenes Wesen mit dreifach gespaltener Persönlichkeit" sei der Allmächtige, sagt der britische Fernsehmoderator in die Kamera. Und er sagt das nicht irgendwo, sondern mitten im Herzen des Christentums. Gregory ist nach Rom gekommen, um über die anstehende Papstwahl zu berichten. Für den überzeugten Atheisten ist das Ereignis allerdings kaum mehr als ein Medienspektakel, das gute Quoten verspricht.

Als er sich auf seine Sendung vorbereitet, begegnet er allerdings einer jungen Frau, die eine gänzlich andere Sicht auf die Dinge hat: Maria (Matilda De Angelis) will Nonne werden und steht kurz davor, ins Kloster zu gehen. Hals über Kopf verliebt sich Gregory in die schöne Gläubige, bekommt aber schon bald einen Konkurrenten um die Zuneigung der Nonne in spe, der es in sich hat: Der Herrgott höchstpersönlich stellt ihm immer wieder Hindernisse in den Weg, um Maria ganz für sich alleine zu haben. Glaubt zumindest Gregory, der einst so überzeugte Atheist.

"Ich fand schon immer Geschichten faszinierend, in denen sich Götter in Sterbliche verlieben", sagt Regisseur und Autor Jan Schomburg ("Vergiss mein Ich") über seine Inspiration zur Sommerkomödie "Der göttliche Andere". Für die Hauptrollen seines sympathischen Films hat der Aachener - neben der in wunderbar sonnendurchfluteten Bilden eingefangenen Stadt Rom - zwei aufstrebende Schauspieler gefunden: die Italiener Matilda De Angelis, die ab Herbst in der HBO-Miniserie "The Undoing" an der Seite von Hugh Grant und Nicole Kidman zu sehen sein wird, sowie den Briten Callum Turner. Der 30-Jährige war zuletzt in der gefeierten Jane-Austen-Adaption "Emma" zu sehen und zuvor als Theseus Scamander in "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen".

Trailer "Der göttliche Andere"