"Everest - Ein Yeti will hoch hinaus": Kinderfilm sorgt für Ärger mit China

Ein Film über ein Mädchen und ihren Yeti-Freund sorgt derzeit für Unmut in mehreren asiatischen Ländern. Hintergrund ist ein Konflikt mit China.

Ein Film über ein Mädchen und ihren Yeti-Freund sorgt derzeit für Unmut in mehreren asiatischen Ländern. Hintergrund ist ein Konflikt mit China.

Eigentlich ist "Everest - Ein Yeti will hoch hinaus" ein ziemlich harmloser Kinderfilm. Der Animationsspaß aus dem Hause DreamWorks erzählt die Geschichte einer chinesischen Teenagerin, die sich nach dem Tod ihres Vaters von ihrer Umwelt abgeschottet hat. Eines Tages freundet sie sich mit einem Yeti an, den sie auf dem Dach ihres Hauses entdeckt.

In Asien sorgt der Film derzeit allerdings für Ärger - wegen eines kleinen, für viele aber nicht ganz unwichtigen Details: In einer kurzen Szene ist eine Landkarte zu sehen, auf der mehrere umstrittene Inseln im südchinesischen Meer als Teil des Territoriums der Volksrepublik China ausgewiesen sind.

Wie der "Guardian" berichtet, nahm Vietnam, das die Inseln für sich beansprucht, "Everest" Anfang der Woche aus den Kinos. Und Malaysia, das ebenfalls gegen die chinesischen Besitzansprüche demonstriert, ließ die entsprechende Szene aus dem Film entfernen. Neben den beiden Staaten und der VR China sehen außerdem die Philippinen, Brunei und Taiwan die betroffenen Inseln als Teil ihres Staatsgebiets.

In China selbst läuft "Everest - Ein Yeti will hoch hinaus", eine amerikanisch-chinesische Koproduktion, derzeit eher mau; stattdessen dominieren patriotische Blockbuster wie "My People My Country" an den Kinokassen. In Deutschland startete "Everest" Ende September in den Kinos.