Filmgenuss trotz Kinoschließungen: Das sind die Highlights fürs Heimkino

Die Corona-Krise dauert an - und die Kinos bleiben weiterhin geschlossen. Immerhin: Auch in den eigenen vier Wänden muss niemand auf gute Filme verzichten!

Die Corona-Krise dauert an - und die Kinos bleiben weiterhin geschlossen. Immerhin: Auch in den eigenen vier Wänden muss niemand auf gute Filme verzichten!

Während die Filmtheater weiterhin geschlossen sind, erscheinen fürs Heimkino viele Film-Highlights - darunter auch Werke, die eigentlich in diesen Tagen auf der großen Leinwand hätten anlaufen sollen. Wir zeigen Ihnen die besten Filme für die Zeit zu Hause!

"Der Junge und die Wildgänse" (als Download erhältlich)

"Der Junge und die Wildgänse" sollte eigentlich am 9. April in die Kinos kommen. Doch die Corona-Krise hat das verhindert. Und so erscheint der Film nun direkt fürs Heimkino, was angesichts der tollen Bilder etwas schade ist. Denn eigentlich hätte der Film die ganz große Leinwand verdient - nun ist es eben der etwas kleinere Fernsehbildschirm in den eigenen vier Wänden.

Der französische Familienfilm erzählt, inspiriert von wahren Ereignissen, eine unglaubliche Geschichte: Thomas, der seine Zeit am liebsten mit Videospielen verbringt, wird den Sommer über zu seinem Vater in die Provence geschickt. Thomas' Vater ist Wissenschaftler und hat einen verrückten Plan: Er will einem Schwarm verwaister Fluggänse zurück nach Norwegen helfen - für Thomas der Beginn eines fantastischen Abenteuers.

"Booksmart" (auf DVD und BD sowie als Download erhältlich)

Die beiden besten Freundinnen Molly (Beanie Feldstein) und Amy (Kaitlyn Dever) haben ihre gesamte Highschool-Zeit fast ausschließlich mit Lernen verbracht. Doch nun, da ihr Abschluss unmittelbar bevorsteht, wollen sie es noch einmal so richtig krachen lassen: Innerhalb einer Nacht besuchen die Teenager diverse Partys ihrer Mitschüler und schlagen dabei zunehmend über die Stränge. "Booksmart" ist eine hinreißende und rasant erzählte Teenie-Komödie für Teenies und Erwachsene zugleich.

Olivia Wilde, die man bislang nur als Schauspielerin kannte ("O.C., California", "Dr. House", "The Lazarus Effect"), beweist in ihrer ersten Regiearbeit ein perfektes Gespür fürs richtige Timing. Auch die beiden Hauptdarstellerinnen machen ihre Sache fantastisch.

"Der Leuchtturm" (auf DVD und BD sowie als Download erhältlich)

"Der Leuchtturm" erzählt die Geschichte von Thomas Wake (Willem Dafoe), einem Leuchtturmwärter, der nach dem Tod seines Gehilfen einen neuen geschickt bekommt: Ephraim Winslow (Robert Pattinson). Beide Männer sind alleine auf der kleinen, der Küste vorgeschobenen Insel, die mit ihrem Signalleuchten Schiffe warnen soll. Wake behandelt seinen Gehilfen wie einen Sklaven, lässt ihn schuften, nennt ihn nicht beim Namen und verbietet ihm, den Lichtraum des Leuchtturms zu betreten. Denn das Licht, so Wake, gehöre ihm alleine.

"Der Leuchtturm" ist ein Kammerspiel, das Willem Dafoe und Robert Pattinson auf der Höhe ihrer Kunst zeigt. Die Bilder, die Kameramann Jarin Blaschke dafür eingefangen hat, sind bedrückend - auch, weil das fast quadratische Format ein sehr klaustrophobisches Gefühl erzeugt.

"Rocketman" (bei Amazon Prime Video sowie auf DVD und BD erhältlich)

Elton John kennt jeder - aber wer kennt schon Reginald Kenneth Dwight, den Mann, aus dem der Superstar einst wurde? Das Biopic "Rocketman" erzählt die Lebensgeschichte des weltbekannten Musikers, angefangen bei seiner Kindheit in England über seine ersten Gehversuche als Musiker bis hin zu seinen Drogenexzessen.

Erzählt wird Elton Johns Leben auch durch die Musik. Da werden immer wieder kunterbunte Musicalnummern eingestreut, die das momentane Seelenleben des Protagonisten illustrieren sollen. Wenn Elton John also "Don't Go Breaking My Heart" singt, ist das mehr als ein Text aus der Feder von Bernie Taupin. Neben der Musik ist der Hauptdarsteller das Highlight: Taron Egerton als Elton John ist schlicht brillant.

"Land des Honigs" (auf DVD sowie als Download erhältlich)

"Land des Honigs" beobachtet die Imkerin Hatidze, die sich in einem abgelegenen Dorf in Nordmazedonien um ihre Bienenvölker kümmert. Seit vielen Jahren schon entnimmt sie die Waben, um den wertvollen Honig auf dem Markt zu verkaufen. Eines Tages ändert sich das Leben von Hatidze, die auch ihre bettlägerige Mutter versorgen muss, drastisch: Auf dem Nachbargrundstück zieht eine Nomadenfamilie ein. Aus anfänglicher Freundschaft erwächst bald ein Konflikt, der das Leben in Hatidzes Dorf für immer verändern könnte. Denn das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, das Hatidze so wichtig ist, gerät ins Wanken.

Die bildgewaltige und poetische Dokumentation von Ljubomir Stefanov und Tamara Kotevska wurde nicht nur in ihrer Heimat Nordmazedonien groß gefeiert. Unter anderem wurde das poetische Werk beim Sundance Festival 2019 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.