• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland

Hier kommen die Super-Haustiere: Das sind die Kino-Highlights der Woche

Neustarts "Der perfekte Chef", "Hatching" und "DC League of Super-Pets", ein Animations-Abenteuer über Supermans Hund Krypto und weitere tierische Helden: Das sind die Kino-Neustarts am 28. Juli.

Menschen und ihre Haustiere ähneln sich oft auf frappierende Weise, sagt man. In diesem Fall stimmt es wirklich. Immer ordentlich gekämmt, superstark, mutig, pflichtbewusst, manchmal ein bisschen Streber-mäßig: Der Labrador Krypto ist das perfekte vierbeinige Pendant zu seinem Herrchen Superman. In den Comics von DC trat der Hund schon oft als Sidekick auf, auf der großen Leinwand steht er nun alleine im Rampenlicht. Oder zumindest fast: In "DC League of Super-Pets" müssen Krypto und weitere tierische Helden die Welt retten.

Neben dem neuen Animations-Abenteuer erwarten das Publikum in dieser Woche auch noch zwei weitere sehenswerte Neustarts im Kino: "Der perfekte Chef", eine schwarzhumorige spanische Komödie mit Javier Bardem, und "Hatching", eine skandinavische Horror-Fantasie über ein Mädchen, das ein verlassenes Vogelei mit nach Hause nimmt.

DC League of Super Pets

Normale Menschen haben normale Haustiere. Und Superhelden? Na, die haben natürlich Super-Haustiere. Krypto, so heißt der Hund von Superman. Er trägt ein rotes Cape wie sein Herrchen, kann fliegen und hat immer einen guten Spruch auf Lager. Aber klar, bei der Rettung der Erde steht er üblicherweise nur in der zweiten Reihe, wenn überhaupt. Bis jetzt: In "DC League of Super-Pets" dürfen er und andere Super-Haustiere endlich mal zeigen, was sie wirklich können.

Superman frühmorgens zum Gassigehen wecken, Mikrowellen-Popcorn fressen, am Abend eventuell Lois Lane vergraulen, wenn die mal wieder für ein Date mit Clark Kent vorbeikommt: So sieht das Leben von Super-Haustier Krypto aus. Doch als eines Tages ein fieses kleines Schurken-Meerschweinchen vor der Tür steht und Superman mit einem Klumpen Kryptonit niederstreckt, ändert sich alles. Das Super-Herrchen wird entführt, auch Krypto verliert vorübergehend seine Superkräfte. Als treuer Labrador will er natürlich trotzdem alles Hundemögliche unternehmen, um Superman zu retten. Irgendwie hängt ja auch das Schicksal des gesamten Planeten davon ab.

Krypto sucht sich ein paar Mitstreiter in einem Tierheim, rekrutiert dort Hund, Schwein, Schildkröte und Co. und schafft es irgendwie, seine neuen Freunde mit spektakulären Superkräften auszustatten. Der Boxer Ace ist unheimlich stark und quasi unverwundbar, das Hängebauchschwein PB kann spontan auf Dino-Größe heranwachsen, die Schildkröte Merton ist - ha! - plötzlich blitzschnell und das Eichhörnchen Chip steht im wahrsten Sinne des Wortes immer unter Strom. Zusammen sind sie eine echt starke Truppe: die "League of Super-Pets"! Aber wird es diesen knuffig-schrägen Super-Haustieren auch gelingen, Lex Luthor und sein gemeines Meerschweinchen aufzuhalten?

Die Idee, anstelle von Superman dessen Schoßhund zum großen Helden zu machen, klingt im ersten Moment vielleicht nach einem B-Produkt in der großen Welt der Superhelden-Verfilmungen. Hinter diesem tierischen Animations-Abenteuer stehen aber einige echte A-Promis. Krypto wurde in der Originalfassung von Dwayne "The Rock" Johnson synchronisiert, in den weiteren Sprechrollen sind unter anderem Kevin Hart (Ace), Kate McKinnon (Meerschwein Lulu), John Krasinski (Superman, "The Office"), Olivia Wilde (Lois Lane) und Keanu Reeves (Batman) beteiligt. Regie führte Jared Stern ("The Lego Batman Movie"), der gemeinsam mit John Whittington auch das Drehbuch erarbeitete.

Der perfekte Chef

Ein perfekter Chef: kompetent, vorbildhaft und einfühlsam; jemand, der zugleich immer das Beste für seine Firma und für seine Mitarbeiter herausholt - kann es so etwas überhaupt geben? Ja, würde Julio Blanco (Javier Bardem) wahrscheinlich sagen, und mit dem Finger auf sich selbst zeigen. Der Boss einer spanischen Firma für Industriewaagen gehört zu den erfolgreichsten Unternehmern des Landes und genießt auch bei seinen Mitarbeitern ein hohes Ansehen. Aber perfekt? Nein, wirklich perfekt ist er nicht.

Eine große Schwäche von Julio Blanco ist seine Eitelkeit. Mit seiner Firma hat er schon allerlei Auszeichnungen gewonnen, nur diese eine noch nicht: den von der Regierung regelmäßig vergebenen Preis für exzellente Unternehmensführung. Blanco will diese Ehrung unbedingt, koste es was es wolle. Und damit geht in "Der perfekte Chef" der ganze Schlamassel los. Da steht auf einmal vor dem Firmengelände ein Demonstrant, der gegen Entlassungen in Blancos Unternehmen protestiert, irgendwo anders kommt eine neue Praktikantin daher, die es auf weit mehr abgesehen hat als nur den kleinen Flirt mit dem Boss. Ein Problem nach dem anderen taucht plötzlich auf, und je mehr Blanco versucht, den Schein von der perfekten Firma zu wahren, desto mehr fällt alles in sich zusammen.

Ausgedacht hat sich die Geschichte zu "Der perfekte Chef" der Regisseur und Drehbuchautor Fernando León de Aranoa, der bereits zum dritten Mal mit (dem wieder einmal brillanten) Javier Bardem zusammenarbeitete, gemeinsam schuf man eine schwarzhumorige Groteske auf höchstem Niveau. "Der perfekte Chef" räumte bei den Goyas zuletzt alle Hauptpreise (bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Hauptdarsteller) ab und war als spanischer Beitrag auch im Rennen um den Auslandsoscar.

Hatching

Kinder finden ein Ei und nehmen es mit nach Hause, um es "auszubrüten". Das kommt schon mal vor, die Eltern rollen dann vielleicht kurz mit den Augen, aber nur in den allerwenigsten Fällen kommt etwas dabei heraus. Bei Tinja (Siiri Solalinna), einem zwölfjährigen finnischen Mädchen, kommt sehr wohl etwas heraus, aber nichts Gutes - und beim bloßen Augenrollen der Eltern bleibt es im finnischen Body-Horror-Film "Hacthing" auch nicht.

Es geht schon nicht gut los. Tinjas Mutter (Sophia Heikkilä) ist Influencerin, spielt in ihrem Blog gerne "heile Familie", ist aber kühl und herrisch, sobald das rote Licht ausgeht. Diejenige, die am meisten darunter leidet, ist Tinja. Zu Beginn des Films landet ein Rabe im Wohnzimmer: Die Mutter wickelt den Vogel in eine Decke, schmiegt ihn an ihre Brust - und bricht ihm mit einem lauten Knacken das Genick. Wenig später sieht man Tinja in einer surrealen Sequenz mitten in der Nacht durch den Wald laufen. Sie kommt mit einem Ei nach Hause, legt es in ihr Bett, packt es warm und kuschelig ein. "Ich kümmere mich um dich."

Das Ei wächst und wächst und wächst immer weiter, ist bald so groß wie Tinja selbst. Die Kreatur, die herausschlüpft, nennt das Mädchen "Alli", und sie verspricht immer wieder aufs Neue: "Ich kümmere mich um dich." Dazu gehört für sie dann auch, dem Monster vorverdautes und wieder hochgewürgtes Futter zu präsentieren, so wie es die Vögel eben auch machen. Aber ein ganz normaler Vogel ist Alli, ebenfalls gespielt von Siiri Sloalinna, definitiv nicht.

"Hatching" lief bereits bei einigen Fantasy- und Horror-Festivals, der vielschichtige und stimmungsvoll inszenierte Film von Regisseurin Hanna Bergholm (Drehbuch: Ilja Rautsi) gewann dabei auch schon ein paar Preise. Hauptverantwortlich für die Spezialeffekte war Animatronik-Experte Gustav Hoegen, der unter anderem auch schon bei Blockbuster-Produktionen wie "Star Wars - Episode VII-IX" und "Jurassic World: Das gefallene Königreich" mitwirkte.

 BLICK ins Postfach? Abonniert unseren Newsletter!