Joaquin Phoenix: "Das war eine extreme Herausforderung"

So hat man Joaquin Phoenix noch nie gesehen: In "Joker" spielt er einen kranken und ausgezerrten Mann, der nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint. Die Verwandlung sei nicht leicht, aber "absolut notwendig" gewesen, verrät Phoenix im Interview.

Ausnahmetalent Joaquin Phoenix (44) hat schon viele extreme Rollen gespielt, etwa in Ridley Scotts "Gladiator". Diese aber hat ihm alles abverlangt: Für seine Darstellung des "Joker" im gleichnamigen Film (Kinostart: 10. Oktober) hat Phoenix rund 25 Kilo abgenommen. "Das war nicht leicht, ganz im Gegenteil sogar", erzählt Phoenix im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. "Es war eine extrem harte Herausforderung, aber absolut notwendig, damit ich mich voll und ganz in die Rolle hineinversetzen konnte."

"Joker" erzählt, wie aus dem psychisch kranken Berufsclown Arthur Fleck der legendäre Gegenspieler des Superhelden Batman wird. Im Film nimmt Fleck jeden Tag sieben verschiedene Psychopharmaka ein, um seine Angstzustände, seine unkontrollierten Lachanfälle und seine Traumata unter Kontrolle zu bringen. "Ich habe mich mit sämtlichen Medikamenten auseinandergesetzt, die im Film eine Rolle spielen", erzählt Phoenix. "Bei meinen Recherchen bin ich darauf gestoßen, dass eine der stärksten Nebenwirkungen, die sie gemein haben, extremer Gewichtsverlust ist. Daraufhin haben wir uns entschieden, dass mein 'Joker' dürr und ausgemergelt aussehen soll."

Zum teleschau-Interview erschien Joaquin Phoenix wieder mit Normalgewicht. Er habe sich durch die Extremdiät "in keine Gefahrenzonen bewegt" und sei "davon auch nicht krank geworden", bekräftigte der Hollywood-Star.