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Känguru versus Aluhut-Fraktion: Die Kino-Highlights der Woche

Neustarts "Beast - Jäger ohne Gnade", "After Forever" und "Die Känguru-Verschwörung", der zweite Leinwand-Auftritt von Marc-Uwe Klings gefeiertem kommunistischen Beuteltier: Das sind die Kino-Neustarts am 25. August.

Unter normalen Umständen wäre dieser Film wahrscheinlich ein echter Kassenschlager geworden. Das Känguru im Kino? Der Hype war enorm, als 2018 "Die Känguru-Chroniken" angekündigt wurde. Als die Komödie am 5. März 2020 in den Kinos anlief, dominierte allerdings schon Corona die Schlagzeilen - eine Woche später hatten viele Lichtspielhäuser bereits geschlossen. Immerhin, "Die Känguru-Chroniken" war am Ende trotzdem einer der erfolgreichsten Filme des Jahres. Schon Ende 2020 wurden Pläne für eine Fortsetzung bekannt, die jetzt startet: "Die Känguru-Verschwörung".

Weitere prominente Kino-Neustarts in dieser Woche: In "Beast - Jäger ohne Gnade" wird Idris Elba von einem blutrünstigen Löwen gejagt, mit "After Forever" erscheint die vierte Verfilmung der weltweit erfolgreichen "After"-Romanreihe von Anna Todd.

Die Känguru-Verschwörung

Der Hype war im Vorfeld dieses zweiten "Känguru"-Films nicht mehr ganz so groß, erwarten darf man aber trotzdem einiges. Zur Erinnerung: "Die Känguru-Chroniken" von Autor Marc-Uwe Kling wurden in Roman- und Hörbuch-Form ab 2009 schnell vom Geheimtipp zum Massenphänomen. Der gleichnamige Kinofilm war eine Art Best-of mit vielen bekannten Gags und Geschichten, als Rahmenerzählung diente der Kampf von Kleinkünstler Marc-Uwe Kling (Dimitrij Schaad) und seinem Känguru-Kumpel mit einem fiesen Immobilien-Hai (Henry Hübchen).

Bei "Die Känguru-Verschwörung" sind die Voraussetzungen nun andere. Die Geschichte basiert nicht direkt auf früheren Veröffentlichungen von Kling, sondern wurde lediglich davon inspiriert. Kling schrieb das Drehbuch mit Jan Cronauer, außerdem führte er bei "Die Känguru-Verschwörung" erstmals auch selbst Regie (gemeinsam mit Alexander Berner). Dazu übernahm Kling wieder höchstpersönlich die Synchronisation des animierten Anarcho-Kängurus.

Die Handlung, sehr zeitgeistig: Marc-Uwe, wieder verkörpert von Schaad, will unbedingt ein Date mit Maria (Rosalie Thomass), die dafür aber momentan gar keinen Kopf hat. Ihre Mutter hat zuletzt viele fragwürdige Videos im Internet gesehen und steckt nun knietief in der Verschwörungstheoretiker-Szene. Marc-Uwe und das sprechende Känguru, das weiterhin bei ihm wohnt, schlagen Maria einen Deal vor: Sie "retten" die Mutter, dafür geht Maria hinterher mit Marc-Uwe aus.

Wenig später sitzen Känguru und Marc-Uwe schon im Auto, ihr Ziel ist die "Conspiracy Convention" in Bielefeld. Es wird ein wilder und chaotischer Roadtrip, gespickt mit Slapstick-Einlagen, schrägen Dialogen, bewusst überzeichneten Figuren und dem gewohnten Känguru-Wahnsinn. Dort bei der "Conspiracy Convention", wo Oberschwurbler Adam Krieger (Benno Fürmann) den Ton angibt, hat man nämlich "Schockierendes" herausgefunden. Vom letzten Abendmahl über Lenins Februarrevolution bis Corona: "Seit Jahrhunderten ziehen im Geheimen Kängurus die Fäden. Nieder mit der Känguru-Verschwörung!"

Beast - Jäger ohne Gnade

Im Zoo liegen sie in der Regel nur im Schatten herum, in Dokumentationen sieht man sie häufig bei der liebevollen Aufzucht der Kleinen, auch im Kino werden sie meist verniedlicht. Löwen hatten definitiv schon einmal einen schlechteren Ruf als zuletzt. Das könnte sich nun vielleicht wieder ändern, ein bisschen zumindest. "Beast - Jäger ohne Gnade" heißt ein neuer Survival-Action-Film mit Idris Elba in der Hauptrolle. Der Titel zeigt schon deutlich an, dass man es hier nicht mit dem Löwen als XXL-Schmusekatze zu tun hat.

"Der Geist und die Dunkelheit", mancher erinnert sich bestimmt noch. Michael Douglas und Val Kilmer zogen 1996 in den Kampf gegen zwei Löwen auf Menschenjagd - ein eindrucksvolles Tier-Horror-Erlebnis. Anders als der Film von damals basiert "Beast" nicht auf einem Tatsachenbericht, die Rolle des Löwen ist hier aber eine ganz ähnliche. Der König der Tierwelt, der Spitzenpredator ohne natürliche Feinde - hier wird er zum echten Monster. Das Drehbuch schrieb Ryan Engle ("Non-Stop", "Rampage"), Regie führte Baltasar Kormákur ("2 Guns", "Everest").

Und die Geschichte geht so: Dr. Nate Samuels (Elba) reist mit seinen beiden Töchtern Meredith (Iyana Halley) und Norah (Leah Jeffries) nach Südafrika, um den Tod der Ehefrau beziehungsweise Mutter zu verarbeiten. Hier, in der Savanne, hatten sich Nate und seine Frau damals kennengelernt. Die Tour beginnt mit wunderschönen Wildnis-Impressionen, entwickelt sich jedoch rasch zu einem absoluten Albtraum. Ein Löwe greift die Familie an, immer und immer wieder, und zwar nicht, um Beute zu machen. Das Tier hat einen brutalen Wilderer-Angriff überlebt und geht nun auf jeden Menschen los, der ihm in seinem Revier unterkommt - ein "Jäger ohne Gnade".

After Forever

Tessa und Hardin, was haben die zwei nicht schon alles durchgestanden! Mehr in jedem Fall, als in einen einzelnen 600-Seiten-Roman passt. Vier Bücher hat US-Autorin Anna Todd über die komplizierte und manchmal auch ziemlich toxische Beziehung der beiden geschrieben, drei Verfilmungen gab es zuletzt: "After Passion" (2019), "After Truth" (2020) und "After Love" (2021). Mit "After Forever" findet die Erzählung nun auch auf der Kinoleinwand ihren Abschluss.

Im ersten Film sagten Tessa (Josephine Langford) und Hardin (Hero Fiennes Tiffin) schon Sachen wie "Es ist besser, wenn wir etwas Abstand halten" und dann wieder, beim Knutschen am See: "Ich glaube nicht, dass wir nur Freunde sein können." Die höchsten Hochs und die tiefsten Tiefs der Liebe prägen nun auch wieder "After Forever". Die Zeiten am College sind inzwischen vorbei, Hardin lebt gerade in London, wo er seine schwierige Vergangenheit aufarbeitet, und Tessa befindet sich in Seattle. Die beiden hängen sehr aneinander, aber vor allem Hardin wird immer wieder von seinen eigenen Dämonen eingeholt. Tessa zweifelt: "Ich weiß nicht, ob ich ihn retten kann, ohne dass ich mich selbst dabei verliere."

Ganz klar, auch "After Forever" ist wieder großes Gefühlskino mit viel Drama, noch mehr Leidenschaft und einer ordentlichen Portion Erotik - wer die ersten Filme mochte, wird bestimmt auch diesen gut finden. Regie führte wie schon beim Vorgänger "After Love" Castille Landon, das Drehbuch erarbeitete abermals Sharon Soboil. Der zwingend letzte Filmauftritt von Tessa und Hardin ist "After Forever" übrigens nicht: Nach der regulären "After"-Serie, die in 35 Sprachen übersetzt wurde, hat Anna Todd auch noch das Prequel "Before" geschrieben. Der Stoff für einen weiteren Film wäre also theoretisch da ...

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