Mehr als nur blaue Streifen

"Jean Paul Gaultier: Freak and Chic" gibt Einblicke in die schrille "Fashion Freak Show" der französischen Modeikone.

Schon seit er ein kleiner Junge war, habe er davon geträumt, einmal eine Show im Folies Bergère zu inszenieren. Das legendäre Varieté-Theater im neunten Pariser Arrondissement habe eine seltsame Faszination auf ihn ausgeübt, erzählt Jean Paul Gaultier im Dokumentarfilm "Freak and Chic". Vor ein paar Jahren war es dann so weit: Der berühmte Modeschöpfer, der einst als Enfant terrible der Szene galt, machte die Bühne des Folies Bergère zu seiner eigenen. "Fashion Freak Show" nannte Gaultier seine Mischung aus Musical, Modeschau und Varieté, die seitdem durch die Welt tourt.

Regisseur Yann L'Hénoret hat zwei Jahre lang die Vorbereitungen zu dem ungewöhnlichen Event beobachtet. Sein Film zeigt Gaultier unter anderem bei seiner Arbeit an den Kostümen, die gewohnt schrill sind, aber auch einen Einblick geben sollen in das bewegte Leben des Modeschöpfers. Denn die Handlung der "Fashion Freak Show" trägt deutliche autobiografische Züge und erzählt nicht nur vom Aufstieg von Paris als Modestadt, sondern auch vom Aufstieg der Modeikone Gaultier.

Trailer "Jean Paul Gaultier: Freak and Chic"