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Milla Jovovich auf Monsterjagd: Das sind die Kino-Highlights der Woche

"Monster Hunter", "Judas and the Black Messiah", "Conjuring 3", "Ich bin dein Mensch", "Catweazle" und "Der Spion": Das sind die Kino-Neustarts am 1. Juli.

Nachdem die deutschen Filmtheater aufgrund der Pandemie rund acht Monate geschlossen hatten, öffnen sie am 1. Juli bundesweit in einem gemeinsamen Schritt. Auch wenn einzelne Kinos schon seit ein paar Wochen ihre Gäste empfangen, geht es jetzt erst so richtig los. Und das Angebot, das auf die Zuschauerinnen und Zuschauer wartet, kann sich sehen lassen. Denn so voll wie in dieser Woche waren die Kino-Startlisten wohl noch nie.

Für jeden Geschmack ist etwas dabei: große Blockbuster ("Monster Hunter"), spannendes Geschichtskino ("Judas and the Black Messiah"), unheimliche Horror-Kost ("Conjuring 3"), eine intelligente Sci-Fi-Komödie aus Deutschland ("Ich bin dein Mensch"), Retro-Spaß mit Otto Waalkes ("Catweazle") und ein Kalter-Krieg-Thriller mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle ("Der Spion").

Monster Hunter

In der "Resident Evil"-Reihe trat Milla Jovovich nicht nur Zombies in den Allerwertesten, sondern auch einen Beweis an: Videospielverfilmungen können auch ohne Lara Croft erfolgreich sein. Ein Erfolgsrezept, das Jovovich nun wiederholen will: Im Film "Monster Hunter", der auf dem gleichnamigen Capcom-Spiel basiert, muss sich die 45-Jährige allerlei fieser Monster erwehren.

Jovovich spielt Captain Artemis, eine Kämpferin, die mit ihren Soldaten in einer geheimnisvollen und gefährlichen Welt strandet, die jenseits der unsrigen liegt. Dort haben nicht die Menschen das Sagen, sondern urzeitlich anmutende Monster, denen Artemis und ihre Einheit mit ihren irdischen Waffen nichts entgegensetzen können. Um den aussichtslos scheinenden Kampf gegen die überlegenen Gegner zu gewinnen und in ihre Heimat zurückzukehren, schmieden sie eine Allianz: Gemeinsam mit dem geheimnisvollen "Admiral" (Ron Perlman) und dem mysteriösen Hunter (Tony Jaa) gehen Artemis und ihre Truppe auf Monsterjagd.

Judas and the Black Messiah

Als Vorsitzender der Black Panther Party stand der gerade einmal 20-jährige Afroamerikaner Fred Hampton für all das, was das weiße Bürgertum der 1960er-Jahre fürchtete: Seine Forderungen nach Bildung, Ernährung, Gesundheit und Wohnraum - und zwar für alle - mobilisierten die Massen und bewegten zahlreiche Menschen dazu, auf die Straße zu gehen gegen ein korruptes, rassistisches System. Durch seine Rolle als Galionsfigur der zunehmend populären Bürgerrechtsbewegung war Hampton vor allem Polizei und FBI ein Dorn im Auge.

"Judas and the Black Messiah", fünffach oscarnominiert, erzählt, wie die Exekutive die Black Panther und somit das Umfeld Hamptons infiltrierte - mithilfe eines Spitzels, dem schwarzen Kleinkriminellen William O'Neal (LaKeith Stanfield). Das Historiendrama hält sich nah an die wahren Ereignisse und lässt somit auch den tragischen Höhepunkt der Geschichte nicht aus: Im Dezember 1969 erschoss ein Polizist den schlafenden Fred Hampton (gespielt von "Get Out"-Star Daniel Kaluuya) während einer Polizeirazzia in seinem eigenen Bett.

Conjuring 3 - Im Bann des Teufels

Was 2013 mit James Wans Meisterstreich "Conjuring - Die Heimsuchung" begann, ist mittlerweile zu einem wahren Horror-Imperium angewachsen. Nicht nur erweiterte 2016 die "Conjuring"-Fortsetzung das Grusel-Franchise, auch drei "Annabelle"-Filme, der Nonnenschocker "The Nun" und der Exorzismus-Thriller "Lloronas Fluch" verbreiteten selbst unter hartgesottenen Enthusiasten des Kino-Nervenkitzels Angst und Schrecken.

In "Conjuring 3: Im Bann des Teufels" dürfen nun einmal mehr Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) ran. Unter der Regie von Michael Chaves werden die Dämonenjäger mit einem aufsehenerregenden, "wahren" Fall konfrontiert: 1981 beging Arne Johnson (Ruairi O'Connor) einen Mord - und führte anschließend dämonische Besessenheit zu seiner Verteidigung auf. Doch damit nicht genug: Die Warrens müssen auch noch die Seele eines kleinen Jungen retten, wofür Lorraine einmal mehr ihr Leben riskiert.

Ich bin dein Mensch

Mensch und Maschine - das waren einmal zwei sehr gegensätzliche Dinge, die allerdings immer mehr miteinander verschmelzen. Weil die Technik immer menschlicher wird und der Mensch immer abhängiger von der Technik. Die wunderbar-philosophische Komödie "Ich bin dein Mensch", die auf der vergangenen Berlinale uraufgeführt wurde, spielt mit dieser Entwicklung - augenzwinkernd, nachdenklich und mit sehr viel Humor.

Der Film von Maria Schrader ("Unorthodox") spielt im Berlin der nahen Zukunft, in dem Menschen nicht mehr nur unter Ihresgleichen auf Partnersuche gehen, sondern bisweilen auch Roboter daten. Wobei diese Roboter sich äußerlich von echten Menschen nicht unterscheiden lassen, und auch ihr Innenleben ist durchaus dem unseren ähnlich. Die Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert, Silberner Bär) lernt also den Roboter Tom (Dan Stevens) kennen, der nicht nur gut aussieht, sondern auch einen verführerischen britischen Akzent mitnimmt. Nur leider ist er arg perfekt - oder verkörpert er einfach nur genau das, was Alma sucht, ohne es zu wissen?

Catweazle

In den 1970-ern war "Catweazle" Kult: Vor allem Kinder liebten die Abenteuer des schrulligen Magiers aus der gleichnamigen britischen Fernsehserie. Rund 50 Jahre später erlebt die Geschichte nun ihr großes Kino-Comeback: Otto Waalkes verkörpert Catweazle, der durch einen unglücklichen Zufall aus dem Mittelalter ins Jahr 2020 katapultiert wird. Das allein wäre nicht allzu tragisch, würde nicht auch noch Anawandur, der Zauberstab des Magiers, verloren gehen. Über den zwölfjährigen Benny (Julius Weckauf, "Der Junge muss an die frische Luft") und dessen Vater (Henning Baum) gelangt Anawandur in die Hände von Dr. Metzler (Katja Riemann). Die gerissene Kunstexpertin plant, das mystische Objekt möglichst gewinnbringend zu verhökern. Benny und Catweazle wollen dies auf jeden Fall verhindern ...

Die Arbeit an "Catweazle" war anfangs nicht leicht, wie Waalkes in einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau gestand: "Es war schwer für mich, weil ich wollte auch etwas Otto-spezifisches einbringen." Die Produktion aus England habe allerdings zunächst darauf bestanden, am Originalcharakter von Catweazle (seinerzeit dargestellt von Geoffrey Bayldon) nicht zu viel zu ändern. Am Ende habe man allerdings eine Lösung gefunden, die beide Seiten zufriedenstellte.

Der Spion

Ob Kuba-Krise oder Berliner Mauer: Der Kalte Krieg bietet dem Kino seit Jahrzehnten Stoff für spannendes Agentenkino. Und die Geschichten von damals, ob nun real oder fiktiv, sind noch lange nicht zu Ende erzählt. Das zeigt der Film "Der Spion" von Regisseur Dominic Cooke ("Am Strand"), der den Zuschauer mitnimmt in die 60er-Jahre und damit mitten hinein in den Ost-West-Konflikt.

Erzählt wird eine im Kern wahre Geschichte über zwei auf den ersten Blick sehr gegensätzliche Männer. Da ist auf der einen Seite der Doppelagent Oleg Penkowski (Merab Ninidze), ein Mann, der als sowjetischer Nachrichtendienstoffizier auch für MI6 und CIA arbeitete. Auf der anderen Seite steht mit Greville Wynne (Benedict Cumberbatch) ein Engländer, der vom britischen und US-amerikanischen Geheimdienst rekrutiert wurde, um zusammen mit Penkowski Informationen zu beschaffen, die einen atomaren Konflikt zwischen Ost und West verhindern könnten. Doch Penkowski droht in seiner sowjetischen Heimat aufzufliegen, und Wynne tut fortan alles, um den Doppelagenten, der mittlerweile ein guter Freund geworden ist, zu retten.



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